Di, 19. Juni 2018

Ausnahme ist teuer

07.05.2018 17:29

Lieber schieben als für „Höll“ zahlen

An der spektakulären Schlüsselstelle der Rad-WM-Strecke, der Höttinger „Höll“, wollten sich Hobbybiker aus dem Unterland am Sonntag beweisen. Brav suchten sie um die Ausnahme vom Fahrverbot an, doch das sollte 45 Euro pro Nase plus 14,30 Euro Bearbeitungsgebühr kosten. Die Entscheidung: dann lieber dort schieben.

Das steile, schmale Sträßchen zum Gramartboden mit seinen 28 Prozent Steigung zieht Hobbyradler derzeit magnetisch an. Klar, denn hier werden sich im September die weltbesten Straßenradler messen. Das Hindernis, um seine strammen Wadeln zu prüfen und WM-Flair aufzusaugen: An der „Höll“ existiert ein Fahrverbot, das auch für Radfahrer gilt. „Das wussten wir natürlich und wir wollten deshalb fünf Tage vorher um eine Ausnahmegenehmigung ansuchen“, erzählt Peter Gschwentner vom „Radtreff 31“, ein Verein aus Unterländer Hobbyradlern.

Eine Woche vorher ansuchen
Beim Stadtmagistrat verwies man freundlich darauf, dass um Ausnahmegenehmigungen eine Woche vorher angesucht werden müsse. Und die Hobbyradler waren erstaunt, als sie erfuhren, wie tief sie in die Geldtasche greifen sollten. Genehmigung plus Gebühr hätten 59,40 Euro pro Mann gekostet - für ein paar Hundert Meter Schinderei. Bei 40 Mann hätte sich das auf 2376 Euro summiert.

„Wir haben dann überlegt, das Risiko einer Strafe einzugehen, Mehr als 35 Euro hätte das wohl nicht gekostet - also weniger als die Gebühr“, sagt Gschwentner. Als vorbildliche Staatsbürger entschieden sich die Sportler aber dann doch, das Rad lieber zu schieben.

Aufhebung des Fahrverbotes soll kommen
Ein Trost für einen neuen Versuch: Dem Vernehmen nach soll es für Radfahrer demnächst eine Fahrverbots-Ausnahme geben, formal fixiert ist das aber noch nicht.

Andreas Moser
Andreas Moser

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