Denn der Hauptverband der Sozialversicherungen kommt für rund 40% der Kosten auf. Dessen Beitrag ist aber an die Einnahmen aus den Krankenversicherungsbeiträgen gekoppelt. Diese stiegen 2008 noch um 5,3%, 2009 erwartet man aber höchstens ein Plus von 2,5%.
Bundesländer müssen tief in die Taschen greifen
Das bedeutet, dass die Bundesländer, die meist die Eigentümer der etwa 260 Fondsspitäler sind, tiefer in die Tasche greifen müssen. Wenn die Gesamtkosten (rund zehn Milliarden Euro) wieder um rund sieben Prozent steigen - in einigen Ländern waren es 2008 sogar noch mehr - müssen die Landesbudgets den Großteil der Mehrkosten von rund 700 Millionen Euro tragen. "Dort ist kein Geld mehr da, daher werden Schulden gemacht, für die letzten Endes der Steuerzahler aufkommt", kritisiert der Gesundheitsökonom Ernest Pichlbauer.
"Es wird beim Personal gespart - das ist der falsche Weg"
Für eine Spitalsreform fehlt weiter der (politische) Wille. Viele Krankenhäuser sind zu klein (unter 100 Betten, internationaler Standard sind mindestens 300) und haben zu viele Abteilungen, was sie besonders teuer macht. Pichlbauer: "Statt die Strukturen zu ändern, wird beim Personal gespart. Das ist der falsche Weg."
von Manfred Schumi, Kronen Zeitung











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