Tägliche Staufalle

Autofahrer empört: 'Tangente raubt uns die Nerven!'

Wien
09.11.2009 16:34
Zehntausenden Pendlern reicht’s! Jeden Tag sind sie auf der Tangente in Staufallen gefangen. Besonders hart hat es die ohnehin leidgeprüften Autofahrer Montag früh erwischt: Die Blechschlange reichte bis nach Guntramsdorf (Niederösterreich). Der zuständige Asfinag-Sprecher wiegelt ab: "Die Kolonnen haben andere Ursachen."

"Wie soll ich rechtzeitig zur Arbeit kommen?", ärgert sich eine 42-jährige Pendlerin aus dem Bezirk Baden. Und ein 63-jähriger Autolenker kritisiert: "Wenn die Asfinag keine Baustellen leiten kann, muss der Konzern das in andere Hände legen!"

Beim ÖAMTC "laufen die Telefone heiß"
Seit 30. Oktober sorgt die Straßensanierung bei der Praterbrücke Richtung Kagran auf der Südost-Tangente und der Südautobahn für nervende Verzögerungen. Dieter Campregher vom ÖAMTC: "Bei uns laufen die Telefone heiß. Allerdings können wir leider keine Ausweichrouten bieten." Denn auch die S1 über Schwechat oder innerstädtische "Schleichwege" sind hoffnungslos verstopft, Staus bis zu 20 Kilometer die Folge.

"An Montagen ist eben leider mehr los. Die Baustelle ist unserer Meinung nicht alleine schuld", beschwichtigt Asfinag-Sprecher Volker Höferl. Man habe sogar einen Testfahrer losgeschickt. Betroffene Lenker können das nicht glauben: "Die Verantwortlichen verschließen offenbar ihre Augen vor dem Problem."

von Lukas Lusetzky, Kronen Zeitung

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