Das Problem dabei: Die Kosten für Pflegeheime explodieren. Hoflehner: "Auf längere Sicht ist das jetzige System schlicht und einfach nicht mehr finanzierbar." Im Visier des Städtebundvertreters stehen private Heimbetreiber: "Deren Gewinne werden privatisiert, für deren Verluste muss die öffentliche Hand geradestehen."
Nicht alle privaten Anbieter werden von der öffentlichen Hand subventioniert. Jene, die Geld vom Steuerzahler erhalten, neigen aber dazu, bei der Pflege zu sparen. Daher bläst auch der Sozialsprecher der Grazer ÖVP, Thomas Rajakovics, ins selbe Horn: "Was die privaten Betreiber hier tun, ist Preistreiberei zulasten der öffentlichen Hand und der Senioren. Es kann so nicht mehr weitergehen, dass die Privaten immer weniger Geld in die Pflege investieren!"
"Bessere Pflege im staatlichen Heim"
Massive Kritik kommt aber auch von der Grazer SP – Gemeinderätin Waltraud Haas-Wippel: "Das ist der Sündenfall der privaten Heimbetreiber. Hier wird auf dem Rücken der Senioren Gewinn gemacht! Die Privaten nutzen ihre starke Stellung schamlos aus. Es zeigt sich, dass die öffentliche Hand Heime besser betreibt. In diese Richtung müssen wir gehen!"
Für Städtebundvertreter Hoflehner ist klar, dass private Betreiber umdenken müssen: "Es gehört ein anderer Verteilungsschlüssel her, der die Pflege in den Vordergrund rückt. Die Betreiber müssen Kosten für die Administration senken."
Tagsätze explodieren
Von 2008 auf 2009 kassierten die Privaten von der öffentlichen Hand einen um 9,7 Prozent erhöhten Tagsatz für ihre Pfleglinge. Gefordert hatten die privaten Pflegeanbieter sogar eine Erhöhung um 15 Prozent. Der Städtebund fordert nun, dass es für 2010 keine neuerliche Erhöhung geben darf. Hoflehner: "Die Kostendeckung für die Heime ist gewährleistet, zudem gibt es Einsparungspotenzial!"
Daten & Fakten:
von Gerald Richter, "Steirerkrone"








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