"Im ersten Stock, dort wo die Schlangen stehen", dies war am Montagvormittag im Gesundheitszentrum-Süd der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) die gängige Antwort auf die Frage, wo denn nun geimpft werde. Schon ab 7 Uhr hieß es Anstellen vor der Impfstraße, die durch ein Plakat ("Anmeldung Pandemie-Impfung") gekennzeichnet war.
Besucher mussten dort zunächst ihre E-Card vorweisen, die Rezeptgebühr entrichten und einen Fragebogen ausfüllen. Es folgte der Besuch bei einem der beiden Ärzte. Die Schar der Impfwilligen war äußerst bunt gemischt. Neben Pensionisten waren auch zahlreiche jüngere Menschen erschienen - die ihr Kommen unter anderem damit begründeten, dass sie aus beruflichen Gründen mit vielen Menschen in Kontakt kommen und sich darum schützen wollten.
Eine Übersicht über die Impfstellen in Wien und weitere Bilder von der Impf-Aktion findest du in der Infobox!
Insgesamt wurden in den insgesamt fünf Impfstellen der Gebietskrankenkasse bis Mittag rund 1.500 Menschen gezählt. In jener der städtischen MA15 im dritten Bezirk waren es seit der Öffnung um 8 Uhr bis kurz vor Mittag mehr als 250. In der einzigen, am Montagvormittag geöffneten Elternberatungsstelle wurde rund hundertmal geimpft - also Kinder samt Begleitpersonen.
Zahl der Erkrankungen steigt an
Seit dem Sommer sind laut WGKK 162 Versicherte nachweislich an Neuen Grippe (H1N1) erkrankt. Davon datieren allein 50 Neuerkrankungen aus der vergangenen Woche. Auch schwere Fälle wurden bereits bekannt: Im AKH liegt seit kurzem eine 28-jährige Patientin auf der Intensivstation. Und jene Schwangere, die im Hanusch-Spital intensiv behandelt wurde, hat am Freitagnachmittag ihr Kind zur Welt gebracht (siehe Infobox).
Sie befand sich erst in der 24. oder 25. Schwangerschaftswoche. Über den Zustand des neonatologisch betreuten Babys gibt es auf Wunsch der Angehörigen keine Auskünfte. Der Zustand der Mutter sei stabil, hieß es heute bei der WGKK, der Betreiberin des Spitals.
Schutzmasken aus der Apotheke
Als zusätzliche Maßnahme gegen die Ausbreitung der Neuen Grippe verfügen ab Montag alle Wiener Apotheken über Schutzmasken. Diese werden kostenlos für Angehörige von Erkrankten abgegeben, teilte der Gesundheitsdienst der Stadt Wien (MA15) mit. Erhältlich sind die Masken gegen Vorlage eines Rezepts, auf dem grippewirksame Medikamente wie etwa "Tamiflu" verschrieben sind.
Infobox: Lässt du dich gegen die Neue Grippe impfen? Stimm ab!
Gleichzeitig werden zu den Hygienemasken mehrsprachige Beipackzettel - etwa mit Hinweisen und Beschreibungen zur richtigen Handhabung - ausgegeben. Die Aktion sei eine reine Vorsichtsmaßnahme, betonte Ilona Leitner von der Apothekerkammer.
Info-Hotline des Gesundheitsministeriums
Die Impfkosten werden von den Sozialversicherungsträgern übernommen. Eingehoben wird pro Verabreichung lediglich die Rezeptgebühr (4,90 Euro), mitzubringen ist die E-Card. Für Nicht-Versicherte kostet eine Teilimpfung acht Euro.
Genauere Informationen sind auf einer Internetseite des Gesundheitsministeriums (siehe Infobox) erhältlich oder bei der Info-Hotline unter der Telefonnummer 050 555 555 (montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr).












Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.