Mi, 12. Dezember 2018

Verstörende Details

02.05.2018 12:03

Leiche im See: „Ich hatte vor, von ihr zu kosten“

Er sitzt wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft, soll eine Frau - ihre Identität ist nach wie vor nicht geklärt - ermordet, ihre Leiche zerstückelt und zum Neusiedler See transportiert haben. Während er einen Teil der sterblichen Überreste seines Opfers im See versenkte, bewahrte er die zerkleinerten Eingeweide in einem Gefrierschrank im Haus in der Ruster Bucht auf und nannte im Zuge der Befragung nun den schockierenden Grund dafür: „Ich habe vorgehabt, sie zu einem späteren Zeitpunkt zu kosten“, so die verstörende Aussage des 63 Jahre alten Alfred U.

Wie berichtet, hatte der dringend Tatverdächtige bereits ein umfassendes Geständnis abgelegt. So habe er am 28. März in seiner Wohnung in Wien-Brigittenau eine „Zufallsbekanntschaft vom Westbahnhof“ getötet: „Sicherlich nicht mit Vorsatz, es war eine Art Unfall“, hatte der 63-Jährige erklärt. Als sich die Frau weigerte, Alfred U. zu Willen zu sein, und laut zu schreien begann, habe er sie erwürgt und ihre Leiche danach ins Badezimmer geschleppt, um sie dort zu zerteilen.

Beschuldigter „wollte von Leiche kosten“
Die Leichenteile verpackte er in Plastiksäcken, zerkleinerte danach auch die Eingeweide der Toten. Während er Letztgenannte in einem Gefrierschrank in seinem Haus am Neusiedler See aufbewahrte, versenkte er Torso, Kopf, Arme und Beine im See, wo sie später jedoch gefunden werden sollten. Wie die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Eisenstadt, Verena Strnad, am Mittwoch bestätigte, habe der Beschuldigte laut seinen eigenen Angaben vorgehabt, später von der Leiche zu kosten.

DNA-Spuren der Toten bei Einbruchsdiebstahl aufgetaucht
Wie die Ermittler am Mittwoch im Rahmen einer Pressekonferenz erklärten, habe Alfred U. zunächst noch versucht, „eine falsche Spur zu legen“, so Harald Brenner vom Landeskriminalamt. Als die Ermittler jedoch seine Wohnung in Wien genauer unter die Lupe nahmen und dort DNA-Spuren des bis dato noch immer unbekannten Opfers fanden, brach der 63-Jährige sein Schweigen und legte ein umfassendes Geständnis ab. Das Profil der Frau befand sich bisher nicht in der Polizeidatenbank, hieß es am Mittwoch weiter. Ihr genetischer Fingerabdruck sei allerdings bei einem Einbruchdiebstahl in ein Wiener Kellerabteil vom Frühjahr 2017 aufgetaucht - der Zusammenhang sei noch unklar, so die Ermittler.

Zwei Psychiater erklärten 63-Jährigen für ungefährlich
32 Jahre hatte der 63 Jahre alte Tatverdächtige bereits hinter Gefängnismauern verbracht. Eine Tat aus 1984 - er hatte einen Nebenbuhler mit einer Eisenstange schwer verletzt, seine Freundin vergewaltigt und ihr eine Brustwarze abgebissen - bezeichnet er bis heute als „verständliche Reaktion auf einen schlimmen Verrat“. Fakt ist: Wenige Monate nach Verbüßung seiner Strafe fand er 1993 abermals ein Opfer. Weil er sich von seiner neuen Partnerin „finanziell ausgenommen und zu wenig fürsorglich betreut fühlte“, missbrauchte und misshandelte er sie aufs Brutalste. Bei seinem zweiten Prozess wurde er dann für seelisch schwer gestört erklärt und kam in den Maßnahmenvollzug. Im Oktober 2016 wurde er in die Freiheit entlassen, weil ihn zwei Psychiater für ungefährlich erklärten

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