Blutbad in Pakistan

Bürgermeister bei Selbstmordattentat getötet

Ausland
08.11.2009 10:49
Bei einem Selbstmordattentat im unruhigen Nordwesten Pakistans sind am Sonntag mindestens zwölf Menschen in den Tod gerissen worden. Darunter auch der Bürgermeister des Ortes Adezai, der nach Polizeiangaben Ziel des Anschlags in der Nordwestgrenzprovinz war.
Abdul Malik war von den Extremisten wiederholt ins Visier genommen worden, weil er eine örtliche Miliz gegen Aufständische in der nahen Khyber-Stammesregion an der Grenze zu Afghanistan gegründet hatte. Der Bürgermeister hatte die Taliban früher unterstützt, dann aber die Seiten gewechselt. Seitdem wurden mehrere Anschläge auf ihn verübt.

"Er war auf den Tod mit den Taliban verfeindet", sagte der Polizeichef von Peshawar, Liaquat Ali Khan. Malik überlebte den Anschlag zunächst knapp, erlag aber kurz darauf seinen schweren Verletzungen.

Der Anschlag ereignete sich bei einem Viehmarkt in Adezai, einem Vorort der Provinzhauptstadt Peshawar. Unter den Todesopfern war Polizeiangaben zufolge auch ein kleines Mädchen. 25 Menschen wurden bei dem Blutbad zum Teil lebensgefährlich verletzt.

Region gilt als Taliban-Hochburg
Das halbautonome Stammesgebiet Süd-Waziristan gilt als Hochburg der Taliban-Kämpfer und ihrer verbündeten Al-Kaida-Extremisten. Die Armee hat im vergangenen Monat in der Region eine Bodenoffensive begonnen. Nach Militärangaben sind dabei bisher über 450 Militante und 42 Soldaten ums Leben gekommen.

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