Knall in der Küche

Grazerin nach Explosion auf der Intensivstation

Steiermark
06.11.2009 14:16
Von einem mächtigen Knall ist am Freitagvormittag ein Mehrparteienhaus im Grazer Lendviertel erschüttert worden. In der Wienerstraße 62 war es nämlich zu einer Gasexplosion gekommen, als sich eine Pensionistin einen Kaffee kochen wollte. Die 83-Jährige erlitt Verbrennungen zweiten Grades und liegt auf der Intensivstation.

In der Wohnung der Pensionistin wurden der Ofen, der ausgeschaltet war, und der Herd mit Propangas betrieben. Auf dem Herd hatte die alleinstehende 83-Jährige Kaffee aufgestellt, außerdem wollte sie sich auf einer elektrischen Kochplatte ein Brot toasten.

Chefermittler: "Gewaltige Druckwelle"
Kurz nach 10 Uhr dann der große Knall: "Wahrscheinlich war ein Schlauch porös, deshalb ist das Gas ausgetreten", sagte der Chefermittler Harald Stranz vom steirischen Landeskriminalamt. Und: "Die Druckwelle war so gewaltig, dass einige Wohnungstüren eingedrückt wurden." Sämtliche Wohnungen in dem dreistöckigen Gebäude wurden beschädigt.

Polizeibeamter leicht verletzt
Die 83-jährige Pensionistin erlitt Verbrennungen zweiten Grades am ganzen Körper, akute Lebensgefahr soll aber nicht bestehen. Ein Polizist wurde beim Einsatz leicht verletzt, in der Nachbarwohnung kamen eine Mutter und ihr Kind mit dem Schrecken davon.

von Peter Riedler ("Steirerkrone") und steirerkrone.at
Fotos: Berufsfeuerwehr Graz

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