Platz 7 im Ranking

Berühmter Städte-Tester mag Wien besonders gerne

Wien
05.11.2009 17:02
Er ist 250 Tage im Jahr unterwegs – und nimmt Metropolen auf der ganzen Welt unter die Lupe! Dann veröffentlicht Tyler Brûlé (Bild) in seiner Zeitschrift "Monocle" die berühmte Städte-Rangliste. Orte, die der Chefredakteur als besonders lebenswert empfindet, punkten vor allem mit gutem Wetter, niedrigen Kriminalitätsraten oder auch unberührter Natur. Wien schaffte 2009 den siebten Platz.

Die "Krone" fragte den Star-Tester, was ihm an der Hauptstadt gefällt – und was nicht. Barocke Gebäude wie das Schloss Schönbrunn und die vielen Sonnenstunden in Wien punkteten beim Städte-Ranking:

"Krone": Herr Brûlé, kamen Sie zum Test persönlich nach Wien, oder schickten Sie jemanden aus Ihrem Team?
Tyler Brûlé: Selbstverständlich war ich selbst hier – und das nicht zum ersten Mal. Ich habe in Wien viele gute Freunde, die ich regelmäßig und gerne besuche. 

"Krone": Welche Kriterien waren ausschlaggebend, dass es unsere Hauptstadt in die Top Ten geschafft hat?
Brûlé: Wien macht dem Ruf als Tor Westeuropas in den Osten wirklich alle Ehre! Die barocken Sehenswürdigkeiten in Verbindung mit der modernen Glas-und Stahlarchitektur passen einfach gut zusammen. 

"Krone": Wo konnten wir eigentlich noch punkten?
Brûlé: Mit der Lebensqualität! Es gab 2008 tatsächlich 2038 Sonnenstunden – so viele hat keine europäische Stadt auf der Rangliste.

"Krone": Sie betrachten auch Kriminalitätsraten. Viele Österreicher empfinden Wien mittlerweile als unsicher.
Brûlé: Beim Ranking halten wir uns an die Statistik. Und im Vergleich zu den "Konkurrenz-Städten" wie Montreal oder Kopenhagen gibt es hier keine außergewöhnlich hohe Kriminalität.

"Krone": Platz eins haben wir nicht erreicht. Warum?
Brûlé: Wenn man um Mitternacht noch ein Glas Wein trinken will, ist es ein großer Zeitaufwand, ein Lokal zu finden! Und: Sonntags haben leider die Supermärkte geschlossen. Das sind große Minuspunkte.

"Krone": Sie leben in London. Käme Wien auch in Frage?
Brûlé: Ja, auf jeden Fall!

Das Interview führte Brigitte Blabsreiter, Kronen Zeitung

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