Zur Vorgeschichte: Die MA29 (Brückenbau und Grundbau) ist bei Probebohrungen für die Verlängerung der U1 in 38,5 Meter Tiefe auf eine "natürliche Gasansammlung" gestoßen. Nachdem sich das Gas kurzzeitig sogar entzündet hatte, wurde der Bereich gesperrt und bewacht. Anschließend wurde der fossile Brennstoff mittels eines Rohres abgeleitet.
Geologisch gesehen liegt das Gebiet in der Nähe des "Oberlaa-Hochs". "Dabei handelt es sich um eine tektonische Hochzone, in der, begrenzt von Brüchen und Störungen, die geologischen Formationen auf deutlich seichterem Niveau liegen. So kann es sein, dass sich gasführende, hohlraumreiche Sand- und Kieslagen in dieser außergewöhnlich oberflächennahen Lage befinden", so die Experten-Analyse.
Kommerzielle Nutzung nicht möglich
Die Nutzung des ausströmenden Gases ist nach Angaben der MA29 in der derzeitigen Situation nicht möglich. "Das für die Erkundungsbohrungen des Untergrundes gewählte Verfahren sowie die Ausrüstung des Bohrloches sind nicht für Gaserkundungen und Gasförderungen geeignet. Es ist auch die Frage, ob die Größe für eine kommerzielle Nutzung gegeben wäre. Diese Aspekte wären durch spezielle Bohrungen in Hinblick auf Gaserkundungen zu klären. Jedenfalls werden die Bohrungen nicht in dieser Weise weiter vertieft", so Kurt Wurscher von der MA29.
Insgesamt 66 Aufschlussbohrungen vorgesehen
Da die U1 in diesem Abschnitt in Hochlage gebaut wird, sollen Eingriffe in den Boden punktuell durch Bohrpfähle erfolgen. Bis Ende des Jahres werden entlang der geplanten Trasse 66 Aufschlussbohrungen mit einer Gesamtlänge von 2.500 Metern durchgeführt. Der Teilabschnitt U1-Süd beginnt bei der derzeitigen Endstelle Reumannplatz, verläuft entlang der Favoritenstraße, unterführt das "Alte Landgut" beim Verteilerkreis Favoriten und reicht bis zur Donauländebrücke. Unmittelbar nach der Querung der ÖBB-Bahnstrecke schwenkt die Trasse in die Mühlstraße und endet schließlich in Rothneusiedl.












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