U-Bahn-Ausbau

Neun Millionen Euro versickert? RH rügt Wiener Linien

Wien
03.11.2009 17:10
Ausgerechnet zum 40-Jahr-Jubiläum des U-Bahn-Baus hat der Rechnungshof (RH) seinen Endbericht zur Verlängerung der U1 in die Leopoldau sowie der U2 zum Praterstadion vorgelegt. Fast neun Millionen Euro seien durch schlampige Abrechnungen, mangelnde Kontrollen und verspätete Einreichungen versickert, hießt es.

Lediglich einen Bruchteil – rund 440.000 Euro – haben Sub-Firmen bisher an zu viel verrechneten Leistungen zurückgezahlt. Bereits im Winter hatte der RH in einem Rohbericht die Missstände aufgezeigt. Die Wiener Linien wollten mit umfassenden Gutachten kontern und die Vorwürfe entkräften. Übrig geblieben ist wenig.

Endbericht liest sich fast so wie Erstfassung
Die Verkehrsbetriebe kritisierten nun die Arbeitsweise der RH-Prüfer und wiesen die beanstandeten Mehrkosten zurück. Aus ihrer Sicht hätte es lediglich Einsparungen von 741.000 Euro, also 0,04 Prozent des Gesamtvolumens, geben können.

VP-Verkehrssprecher Wolfgang Gerstl forderte die Ablöse des Aufsichtsrats. Die SP hob hingegen die Bedeutung des Projekts hervor. Der U-Bahn-Bau sichere jährlich 5.000 Arbeitsplätze und sei Konjukturmotor, meinte Gemeinderat Karlheinz Hora.

von Alex Schönherr, Kronen Zeitung

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