Schichtwechsel tief im Inneren der Albertina: Um 19 Uhr traben jeden Tag bis an die Zähne bewaffnete Cobra-Beamte aus dem Hauptquartier in Wiener Neustadt durch verwinkelte Gänge und mehrere Sicherheitstüren, um in den Ersatzbilderdepots die privaten, großteils unbewaffneten Sicherheitskräfte zu ersetzen.
Superpolizisten fehlen "draußen"
Türen fallen ächzend ins Schloss, Alarmanlagen werden hochgefahren, und dann herrscht Stille. Gegen Mitternacht rückt die Ablösung durch Wiener Cobra-Kollegen an: Die Elite unserer Polizei, bestens geschult für Zugriffskommandos gegen gefährliche Drogenbarone oder zum Schutz vor internationalem Terror. Während die Superpolizisten im Lager in der Albertina ihre Ausrüstung ablegen, fehlen sie draußen an allen Ecken und Enden.
Böser Verdacht: Sparen Albertina-Bosse auf Polizeikosten?
Doch warum müssen die Cobra-Einheiten in der Nacht im Kunstbunker antreten, wenn es tagsüber ausreicht, dass die privaten Wächter der "Group4" die Räumlichkeiten sichern? Möchten die Verantwortlichen der Albertina hohe Kosten für private Sicherheitsdienste sparen? "Das Sicherheitspolizeigesetz rechtfertigt den Einsatz. Es geht um den Schutz von Milliardenwerten", so Mario Hejl von der Bundespolizeidirektion Wien.
von Florian Hitz, Kronen Zeitung
Symbolbild









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