Di, 21. August 2018

Billiger Wohnraum

13.03.2018 15:49

3D-Drucker baut Haus für 4000 Dollar an einem Tag

Die US-Baufirma ICON und die NGO New Story, die gegen Wohnungsnot in Entwicklungsländern kämpft, haben auf der US-Technikschau SXSW ein Haus präsentiert, das an nur einem Tag gebaut wird und 4000 US-Dollar kosten soll. Garant für die geringen Kosten und die schnelle Bauzeit ist ein 3D-Drucker namens Vulcan, der mit seiner Betonspritze in Entwicklungsländern wie El Salvador günstigen Wohnraum für Slumbewohner schaffen soll.

Das Haus, das ICON und New Story laut „The Verge“ bei der Technikschau im texanischen Austin gebaut haben, bietet ein kleines Wohnzimmer, Schlaf- und Badezimmer sowie eine kleine Veranda. Bei einer Grundfläche von nur 60 Quadratmetern sind die Räume eher kompakt, das ganze Haus erinnert damit an Kleinhäuser, wie sie in heimischen Schrebergärten stehen.

Häuserdruck in El Salvador geplant
Doch in Ländern wie El Salvador in Südamerika ist so ein Haus im Vergleich zu den Blechhütten, in denen viele Menschen ihr Dasein fristen, ein gehöriger Fortschritt. Kein Wunder, dass New Story und ICON ihren Vulcan-3D-Drucker zunächst für den Einsatz in Entwicklungsländern erdacht haben. In dem südamerikanischen Land will man nächstes Jahr mehr als hundert Häuser aus dem 3D-Drucker bauen, um zumindest einigen Slumbewohnern besseren Wohnraum bieten zu können.

Bis der 3D-Drucker im großen Stil in Entwicklungsländern eingesetzt werden kann, müssen ICON und New Story ihn allerdings noch weiterentwickeln, Tests - etwa zum Raumklima - durchführen und ihre Methoden verfeinern. Das Modellhaus, das derzeit in Austin ausgestellt wird, hat 10.000 US-Dollar gekostet. Im Realbetrieb sollen die Kosten pro Haus aber nächstes Jahr auf 4000 US-Dollar sinken.

„Andere Häuser sehen aus wie Yodas Hütte“
ICON ist nicht die erste Firma, die Häuser per 3D-Drucker baut. Ähnliche Demonstrationen gab es etwa auch bereits durch Baufirmen in China und Russland. Jason Ballard, einer der Gründer von ICON, sieht seine Technologie aber schon deutlich weiter fortgeschritten als jene der Rivalen. „Die drucken in Lagerhäusern oder ihre Gebäude sehen aus wie Yodas Hütte. Für den Erfolg dieser Unternehmung müssen es aber bestmögliche Häuser sein“, sagt Ballard.

Häuserdrucker Ballard glaubt übrigens, dass sich der 3D-Druck ganzer Gebäude nicht unbedingt auf Entwicklungsländer beschränken muss. Nach der erfolgreichen Testphase und dem Großprojekt in El Salvador sei es durchaus denkbar, den Vulkan-Drucker auch für den Hausbau in den USA einzusetzen. Mit seiner beweglichen Betonspritze, die Gebäude Schicht für Schicht erzeugt, könne er auch in den USA Arbeitskosten und Materialverbrauch beim Hausbau erheblich reduzieren.

 krone.at
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