Di, 17. Juli 2018

Kastrieren ist Pflicht

05.03.2018 14:57

Jetzt droht Flut an Babykatzen

Halb verhungert, elendiglich erfroren: Der eisige Winter war für viele Katzen im Freien eine Katastrophe – doch die nächste steht schon ins Haus. Steirische Tierschützer befürchten eine regelrechte Flut an Katzenbabys, speziell, weil viele ihre Tiere einfach noch immer nicht kastrieren lassen. Allem Elend zum Trotz...

Total verklebte, eitrige Augen, abgemagert bis aufs Skelett, mit Schnupfen, Krankheiten – darf solches Tierleid in einer zivilisierten Gesellschaft eigentlich noch vorkommen? Und dennoch „es ist jetzt schon ganz schlimm, auch von der Vielzahl, die herein kommt“, sagt Brigitte Stromberger von der Plattform „Gemeinsam gegen Katzenleid“. „Die Eiseskälte war für viele Tiere, die im Freien leben müssen, Streuner oder auch solche, die nicht ins Haus dürfen, das Todesurteil.“ Und die Flut neugeborener Tiere steht jetzt schon bald ins Haus, „wir verzweifeln, suchen ganz dringend Leute, die uns helfen, verlässliche Pflege- oder Dauerplätze.“

Das bestätigt auch Ingrid Lukas vom Tierheim „Purzel & Vicky“ in Vasoldsberg bei Graz. Der Grund fürs ganze Elend ist ein einziger! „Auch die Steirer lassen viel zu wenig kastrieren.“

Die vermeintlichen Gründe dafür sind mannigfaltig. Von: „Kastrierte Katzen mausen nicht“ über „sie sind Geschwister, und die paaren sich ja nicht“ bis zu „Eingriff in die Natur“ oder „die Kleinen sind so herzig, da finden wir schon Plätze“ – da ist alles widerlegbar oder schlicht dumm. Was uns von der „Krone“ immer wundert: Dass selbst fortschrittliche, eigentlich clevere Leute solche veralteten Mythen vertreten, sich gegen Kastration sperren und sich so an Tierleid schuldig machen.

Da sind auch Amtstierärzte gefordert, die Kastrationspflicht, die für ALLE, außer angemeldete Zuchtkatzen gilt, zu kontrollieren.

Wer „Purzel & Vicky“ mit einer Spende helfen möchte - die Kontonummer lautet: AT393843900000257410.

Christa Bluemel
Christa Bluemel
Eva Blümel
Eva Blümel

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