27.02.2018 18:43 |

Kurz im Interview

Nulldefizit: Warum nun dieser Regierung glauben?

Die Bundesregierung plant bereits im kommenden Jahr ein Nulldefizit zu erreichen. Wie genau dieses ambitionierte Ziel in die Tat umgesetzt werden soll, das verrät Bundeskanzler Sebastian Kurz im „Krone“- Interview im Wiener Parlament. „Budgetdisziplin in allen Ressorts“ ist gefordert, außerdem seien neben Einsparungen rund um den Arbeitsmarkt auch Kürzungen im Asylbereich, etwa durch eine „Reduktion der Mindestsicherung“, vorgesehen.

Bisherige Regierungen waren an derart ambitionierten Einsparungsplänen stets gescheitert, und auch Kurz stellt klar, dass das am Dienstag angekündigte Nulldefizit-Vorhaben von Türkis-Blau „eine große Herausforderung“ ist. Dennoch wolle man „hart arbeitende Leute“ in puncto Steuern entlasten.

Kurz rechnet mit "Aufregung" wegen Einsparungen
Wie genau rund 2,5 Milliarden Euro an Einsparungen bei gleichzeitiger Steuerentlastung „für Kleinverdiener und Familien“ und Senkung der Schuldenquote zusammenkommen sollen, das „hat der Finanzminister zu bewältigen“, erklärte Kurz. Bei manchen Einsparungsplänen rechnet der Kanzler dabei durchaus mit „Aufregung“. Am 21. März soll das Budget jedenfalls vorgelegt werden.

"Werden im Asylbereich sparen"
„Der Weg ist richtig, alles andere ist nicht nachhaltig“, konstatierte Kurz im Gespräch mit krone.at-Chefredakteur Richard Schmitt. Und der Kanzler kündigte zudem an: „Wir werden im Asylbereich sparen.“ Dabei ist etwa ein „Reduktion der Mindestsicherung für Asylberechtigte“ geplant. Indes wird Kurz auf EU-Ebene weiter „vehement für die Position der Nettozahler - wie Österreich - kämpfen“.

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