Derby geht an Graz

Beichler schießt Sturm in Kapfenberg zum Sieg

Steiermark
26.09.2009 19:55
Der SK Sturm hat das steirische Fußball-Bundesliga-Derby gegen KSV am Samstag mit 1:0 für sich entschieden. Vor 8.360 Fans schoss Daniel Beichler die Grazer in Minute 69 zu einem hart erarbeiteten Auswärtssieg im Fekete-Stadion. Für Europa-League-Starter Sturm war's der erste Erfolg in den vergangenen drei Spielen und der dritte Auswärtsieg dieser Saison. Die Hausherren, die Beichler in einer starken Phase kalt erwischte, gingen heuer zum siebenten Mal (daheim vierte Niederlage) als Verlierer vom Platz.

In der ersten Hälfte war das Derby geprägt von einem spielbestimmenden Sturm-Team, technischen Fehlern und durchaus ruppigen Attacken auf beiden Seiten. Auch der mahnende Turban, den "Falke" Gansterer (im Bild im mit Jakob Jantscher) nach einem Zusammenstoß schon ab der zweiten Minute trug, vermochte daran nichts zu ändern. Die vielversprechendsten Torszenen spielten sich innerhalb von nur zwei Minuten ab: Ein Sencar-Volley segelte über das Tor (26.), dann scheiterte Hölzl an Kapfenberg-Goalie Wolf, schließlich gab Alar einen gefährlichen Distanzschuss ab (28.).

Bilder vom Spiel findest du in der Infobox!

Bissiger KSV fängt Gegentreffer
Nach Seitenwechsel nahm die Partie allerdings an Fahrt auf. Vor allem die Hausherren setzten die Grazer Abwehr mehrmals unter Druck, fanden durch Sencar (volley, Gratzei parierte bravourös, 59.), Alar (Kopfball über das Tor, 61.) und Scharrer (volley, wieder parierte Gratzei , 66.) gute Chancen vor. Den Treffer aber verbuchten - zu diesem Zeitpunkt etwas überraschend - die Gäste für sich: Hassler, kurz zuvor eingewechselt, bediente mit dem Kopf Beichler, der sich die Chance per schönem Überheber nicht nehmen ließ: Das dritte Ligator des Grazer Jungstars in dieser Woche, das sechste dieser Saison.

Sturm zittert sich zum Sieg
Der 20-Jährige war es auch, der es in der 76. Minute verabsäumte, nach Doppelpass mir Muratovic den "Sack zuzumachen". So mussten die Gäste wie schon Rapid am vergangenen Mittwoch bis zum Schluss zittern, denn Kapfenberg stemmte sich mit Verve gegen die Niederlage. Im Finish verfehlte ein gefährlicher Kopfball von Kozelsky das Tor (85.), in der 87. Minute rettete Kandelaki nur knapp vor Siegl.

Das sagten sie nach dem Spiel
Franco Foda (Sturm-Trainer): "Es war kein einfaches Spiel, wir hatten viele Umstellungen. Wenn man die gesamten 90 Minuten Revue passieren lässt, haben wir verdient gewonnen. Wir waren in der ersten Hälfte die bessere Mannschaft. In der zweiten Hälfte haben wir aber auch das nötige Glück und in Christian Gratzei den besseren Goalie gehabt. Es war in der ersten Hälfte ein sehr hartes Spiel, da hätte der Schiedsrichter öfter pfeifen müssen."

Werner Gregoritsch (Kapfenberg-Trainer): "Es war ein Spiegelbild zum Rapid-Match (0:1, Anm.). Es war ein sehr enges Spiel, wir waren sehr nah am Mann. Das Traurige ist, dass wir unsere Torchancen nicht nützen. Uns fehlt das Selbstbewusstsein in der Offensive. Wir haben die Seuche am Fuß. Es muss aber einmal funktionieren, die Mannschaft hat mehr spielerische Qualität als im Vorjahr. Das Tor von Sturm war keine herausgespielte Torchance. Es ist jämmerlich, welche Tore wir bekommen."

Daniel Beichler (Sturm-Torschütze): "Es hat heute wieder gepasst, ich bin überglücklich. Rapid hat sich schwergetan, wir heute auch."

David Sencar (Kapfenberg-Mittelfeldspieler): "Über weite Strecken war das Spiel gut und wir die bessere Mannschaft. Es war das zweite Spiel in Folge, wo wir gut gespielt und dann wieder verloren haben. Wir haben einfach kein Glück. Wir müssen vor dem Tor gefährlicher werden und hart weiterarbeiten. Es sind noch genug Spiele in der Meisterschaft, um noch auf die Erfolgsspur zu finden."

Samir Muratovic (Sturm-Offensivspieler): "Es war ein glücklicher Sieg, normalerweise geht so ein Spiel unentschieden aus."

Christian Gratzei (Sturm-Torhüter): "Man kann nicht immer auf dem gleich hohen Niveau spielen. Es war lange Zeit ein leeres Match. Ich habe in den letzten zwei Partien sieben Gegentore bekommen, da tut es gut, wenn man zu null spielen kann."

Andreas Hölzl (Sturm-Mittelfeldspieler): "Seit dem LASK-Spiel (3:3 nach 3:0, Anm.), war es für uns nicht leicht. Ich hoffe, dieser Sieg ist ein Erfolgserlebnis für uns, damit es in der Meisterschaft wieder aufwärts geht."

Daten
Fußball-tipp3-Bundesliga (9. Runde): Kapfenberger SV Superfund - SK Puntigamer Sturm Graz Endstand 0:1 (0:0); Franz-Fekete-Stadion, 8.360, SR Lechner.

Tor: 0:1 (69.) Beichler.

Gelbe Karten: Rauscher, Sencar, Felfernig bzw. Ehrenreich.

Kapfenberg: Wolf - Gansterer, Rauscher, Fukal, Osoinik - Schmid (46. Siegl), Sencar, Majstorovic, Felfernig - Scharrer (68. Heinz) - Alar (80. Kozelsky).

Sturm: Gratzei - Ehrenreich, Schildenfeld, Sonnleitner, Kandelaki -
Hölzl, Muratovic, Foda, Jantscher (85. Prettenthaler) - Lavric (67.
Hassler), Beichler.

Weiters am Samstag: SK Rapid Wien - SC Magna Wr. Neustadt 3:1 (1:1), SV Mattersburg - FK Austria Wien 1:3 (0:1), SK Austria Kelag Kärnten - Red Bull Salzburg 1:2 (0:0). Sonntag (16.00 Uhr): SV Josko Ried - LASK Linz.

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