Tod nach Absturz

Wanderer verliert Überlebenskampf

Kärnten
10.09.2009 11:22
Die unheimliche Serie tödlicher Alpinunfälle in Osttirol nimmt kein Ende. Am Mittwoch ist ein 61-jähriger Mann in Prägraten nach hartem Überlebenskampf gestorben. Der Wanderer war vermutlich mehrere Meter mit dem Kopf voraus in ein Bachbett gestürzt. Er blieb zunächst bei Bewusstsein, wurde aber erst einige Zeit später von zwei Wanderern gefunden. Als diese den Notarzt riefen, erlag der Mann seinen schweren Verletzungen.

Der 61-jährige Wanderer aus Niederösterreich ging vermutlich gegen 13.00 Uhr von der „Reichenbergerhütte“ in Richtung „Bachlenke“. Offensichtlich wollte er nach Ströden absteigen, wo er sein Auto abgestellt hatte.

In einer leichten Rechtskurve dürfte er aus unbekannter Ursache vom Wanderweg abgekommen und dann über eine steile Grasböschung in das Bachbett gestürzt sein.

100 Meter weit gekrochen
Von dort soll der Schwerverletzte noch etwa 100 Meter entlang des Bachbettes zurück zum Wanderweg gekrochen sein, wo er gegen 16.00 Uhr von zwei Wanderern - einem 48-jährigen Mann und einer 50-jährigen Frau -gefunden wurde.

Der Schwerverletzte war noch bei Bewusstsein, konnte jedoch keine Angaben zu seiner Identität und dem Hergang des Unfalls machen. Da an dieser Stelle kein Anruf möglich war, rannte der 48-Jährige zur „Neuen Reichenbergerhütte“, wo der Hüttenwirt über das Festnetztelefon die Rettungskräfte verständigte.

Während dieser Zeit versuchte die 50-jährige Frau den offensichtlich schwer verletzten Mann zu versorgen. Der eintreffende Notarzt des Rettungshubschraubers „Martin 4“ konnte jedoch nur noch den Tod des Mannes feststellen.

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