Frankreich patzt

Franzosen nur 1:1 gegen Rumänien

Fußball
06.09.2009 00:01
Die Chance des österreichischen Nationalteams auf eine WM-Teilnahme ist klein, aber intakt. Frankreich kam im zweiten Samstag-Spiel der Gruppe 7 vor eigenem Publikum gegen Rumänien nicht über ein 1:1 hinaus und muss damit um das Ticket für Südafrika 2010 bangen. In den übrigen WM-Qualifikationsspielen vom Samstag setzten sich durchwegs die Favoriten durch, die Niederlande sind aber weiter das einzige Team aus Europa, das sein WM-Ticket schon fix in der Tasche hat. Einen Überblick über alle Ergebnisse der WM-Qualifikation findest du in der Infobox!

Möglichkeiten auf einen Sieg hatten die Franzosen vor 78.000 Zuschauern im Stade de France reichlich. Schon in der ersten Hälfte vergaben Henry, Gourcuff und Sagna gute Chancen. Nach dem Seitenwechsel trat das Team von Raymond Domenech noch dominanter auf und wurde rasch durch einen Kopfballtreffer von Henry belohnt (48.). Doch in der Defensive zeigte der WM-Finalist fatale Schwächen. Escude produzierte nach einer eher harmlosen Hereingabe ein Eigentor zum 1:1 (56.). Frankreich hat in den jüngsten sieben Spielen nie mehr als einen Treffer erzielt.

Schon am Mittwoch muss die "Euquipe Tricolore" in Belgrad antreten - im Falle einer Niederlage wären die Serben fix Gruppensieger und die Franzosen könnten noch um den zweiten Platz, der ziemlich sicher zur Relegation berechtigt, bangen müssen. Bei einem Sieg von Serbien und einem gleichzeitigen vollen Erfolg Österreichs in Bukarest würde der Truppe von Dietmar Constantini nur noch ein Zähler auf die Franzosen fehlen - somit käme es am 14. Oktober im Pariser Stade de France wohl zu einem echten Entscheidungsspiel. 

Erst ein europäisches WM-Ticket vergeben
Die WM-Qualifikation bleibt also weiter spannend. Die schon vor den Samstagsspielen fix qualifizierten Niederlande bleiben vorerst die einzige Mannschaft am Kontinent, die ihr Ticket in der Tasche hat. Italien machte mit einem glücklichen 2:0-Erfolg in Georgien aber einen wichtigen Schritt zum Gruppensieg, auch die Slowakei (2:2 gegen Tschechien), Dänemark (1:1 gegen Portugal), Spanien (5:0 gegen Belgien) und die Schweiz (2:0 gegen Griechenland) liegen auf Kurs Richtung Platz eins.

Russland bleibt an Deutschland dran
Russland (3:0 gegen Liechtenstein) bleibt den spielfreien Deutschen in Gruppe 4 bis auf einen Zähler auf den Fersen, Kroatien (1:0 gegen Weißrussland), Schottland (2:0 gegen Mazedonien), Irland (2:1 auf Zypern) und Bosnien-Herzegowina (2:0 in Armenien) liegen derzeit auf einem Play-off-Platz. Zittern müssen hingegen weiterhin Portugal, die Türkei (4:2 gegen Estland), Bulgarien (4:1 gegen Montenegro) und Polen (1:1 gegen Nordirland). 

Schweden und Portugal mit späten Treffern
Schweden jubelte dank eines Treffers von Zlatan Ibrahimovic in der 94. Minute über einen 2:1-Erfolg in Ungarn, der den Skandinaviern weiterhin die Chance bietet, die derzeit zweitplatzierten Ungarn in Gruppe 1 noch abzufangen. Ungarn vergab damit die große Möglichkeit, für eine kleine Vorentscheidung zu sorgen. Das Ergebnis kommt auch Portugal, entgegen: Die Iberer liegen nun wieder "nur" drei Punkte hinter Platz zwei. Lange Zeit lagen Cristiano Ronaldo und Co. gegen Dänemark nämlich mit 0:1 in Rückstand, ein spätes Tor von Liedson lässt Portugal aber weiter hoffen.

Italien siegt dank zweier Eigentore
Italien benötigte in Gruppe 8 zwei Eigentore des georgischen Verteidigers Kakha Kaladze in Diensten des AC Milan, um zu einem 2:0-Auswärtserfolg und den ersten Treffern nach drei torlosen Spielen zu kommen. Für Coach Marcello Lippi kein Thema: "Wir haben zwei Treffer erzielt. Wenn wir die Verteidigung unter Druck setzen, sind es zwei Tore." Irland, das auf Zypern zu einem späten 2:1-Erfolg kam, liegt bei einem Spiel mehr einen Zähler hinter Italien auf Platz zwei und fünf Punkte vor Bulgarien, das gegen Montenegro zu einem 4:1 kam.

Russen überzeugen nicht, Rapidler trifft bei Finnen-Sieg
In Gruppe 4 sitzt Russland, das beim 3:0 gegen Liechtenstein (zwei Elfmeter-Tore durch Roman Pawljutschenko) nur in der ersten Hälfte überzeugte, dem spielfreien Tabellenersten Deutschland mit nur einem Zähler Rückstand weiter im Nacken. Auch Finnland, fünf Punkte hinter den Russen, darf noch hoffen. Gerade Rapids Markus Heikkinen leitete beim Spiel in Aserbaidschan den späten Umschwung ein: Der Mittelfeldspieler zerstörte in der 74. Minute mit den Ausgleich zum 1:1 den Traum vom ersten Sieg der Gastgeber, Petri Pasanen gelang schließlich sogar noch der Siegestreffer (85.). Die Finnen halten nun bei 13 Zählern.

Ukraine bleibt Kroatien im Nacken
In Gruppe 6 wahrten Kroatien und die Ukraine ihre Chancen. Während die Osteuropäer gegen Andorra einen 5:0-Kantersieg feierten, mussten sich die Kroaten zu Hause mit einem knapperen 1:0 über Weißrussland zufriedengeben. Den einzigen Treffer erzielte dabei Schalke-Legionär Ivan Rakitic. Kroatien (17) trifft am kommenden Mittwoch auswärts auf den am Samstag spielfreien Tabellenführer England (21), die Ukraine (14) ist Dritter.

Slowaken stehen vor erster WM-Teilnahme
In Gruppe 3 liegt die Slowakei weiter auf Kurs Richtung erste WM-Teilnahme. Das Bruderduell mit Tschechien endete in Bratislava 2:2, Tschechen-Stürmer Milan Baros hielt mit seinem späten Ausgleichstor in der 84. Minute die kleinen Hoffnungen seines Teams immerhin noch am Leben. Tschechien (9) ist sieben Punkte hinter der Slowakei weiterhin nur Fünfter, davor rangieren Nordirland (14), Polen (11) und Slowenien (11). Die Nordiren dürfen sich nach dem 1:1 gegen Polen weiterhin Hoffnungen auf die erste WM-Teilnahme seit 1986 machen.

Ottmar Hitzfeld besiegt Otto Rehhagel
Im Duell der beiden Trainer-Routiniers Ottmar Hitzfeld und Otto Rehhagel und damit der Teams der Schweiz und Griechenlands feierten die Eidgenossen in Gruppe 2 einen 2:0-Erfolg und bauten damit die Tabellenführung auf drei Punkte vor den Griechen (13) aus. Auch Lettland (13) darf noch hoffen, die Balten fügten Israel (9) beim 1:0 die erste Heimniederlage in einer WM-Qualifikation seit 16 Jahren zu.

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