Suche nach Täter

Wurde das Feuer mit Absicht entfacht?

Nachrichten
11.08.2009 13:31
Der Großbrand in Großbuch bei Klagenfurt, bei dem in der Nacht auf Sonntag drei Wirtschaftsgebäude eines Schweinezuchtbetriebs bis auf die Grundmauern niedergebrannt und rund 400 Tiere verendet sind, könnte gelegt worden sein. Die Ursachenermittlung der Polizei wurde am Montagnachmittag beendet, ein technischer Defekt wird ausgeschlossen. "Es war vermutlich Brandstiftung", sagte Wolfgang Rossmann von der Brandgruppe des Landeskriminalamts.

Die Ermittlungen hätten ergeben, dass es sich nicht um eine objektive Brandursache handle, so der Beamte. Ob das Feuer auf Fahrlässigkeit oder eine Absichtshandlung zurückzuführen ist, steht noch nicht fest, weitere Erhebungen sind im Gange. "Jetzt fängt die Reise an." Man müsse nun schauen, wer ein Motiv habe, wer sich Zugang zu den Stallungen verschaffen könne, wer sich im Betrieb auskenne. "Man muss einen roten Faden finden und anfangen, ihn aufzurollen", meinte Rossmann.

Am Sonntag hätte beim „Peterbauer“ ein Kirchtag stattfinden sollen. Doch statt Spaß regierte nur Entsetzen – denn der Hof von Lorenz Pirker ist durch einen Großbrand nahezu vernichtet worden, 400 Schweine sind in den Flammen qualvoll verendet. „Drei Ställe sind niedergebrannt; bei der Buschenschank ist der Dachstuhl weg – es ist ganz fürchterlich“, so Pirker verzweifelt. Der 67-Jährige ist preisgekrönter Schweinezüchter, viele seiner Masteber und Zuchtsauen sind kaum bezahlbar.

"Wollte unbedingt seinen Schweinen helfen"
Beim Versuch, die Tiere zu retten, wurde ein Feuerwehrmann verletzt, Pirker selbst konnte nur mit Mühe davon abgehalten werden, sich in das Inferno zu stürzen. „Er wollte unbedingt seinen Schweinen helfen“, berichtet Feuerwehreinsatzleiter Robert Ratheiser, der mit 195 Kameraden den Brand unter Kontrolle bekommen, aber nicht mehr rechtzeitig löschen konnte. „Als wir gerufen wurden, brannte bereits alles lichterloh. Die Gebäude drohten einzustürzen, durch gelagerte Propangasflaschen bestand zudem auch noch höchste Explosionsgefahr!“

Der materielle Schaden nach dem Großbrand wird indes mit mindestens einer Million Euro beziffert, der Wert der Zuchttiere, die dabei ums Leben kamen, ist darin noch nicht beinhaltet.

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