Gut 3.500 Menschen in der Steiermark haben, in welcher Form auch immer, Geld beim obersteirischen Finanzdienstleister angelegt (siehe Bericht in der Infobox). Sie fürchten jetzt um ihr Geld. Nach vielen Gerüchten folgte am Freitag wenigstens ein konkreter Akt. Über die HLF ist beim Landesgericht Leoben das Konkursverfahren eröffnet worden. Wie der Kreditschutzverband von 1870 mitteilt, beläuft sich die "voraussichtliche" Höhe der Passiva auf knapp 1,2 Millionen Euro.
Viele Millionen veruntreut?
Viel Geld zwar, aber noch kein Beinbruch. Anwälte befürchten jedoch ganz andere Dimensionen. Es ginge vielmehr um Transaktionen die Hans Linz "treuhändisch" ausgeführt habe. Wirtschaftsadvokat Harald Christandl etwa vertritt zahlreiche Gläubiger. "Da geht's dann ans Eingemachte, da geht's um viele Millionen!" Untersucht hat auch die Finanzmarktaufsicht, die sich sehr zugeknöpft gibt: "Wir haben die Staatsanwaltschaft eingeschaltet."
Sportsmann Hans Linz
Linz war ein gesellschaftlicher "Tausendsassa", einer der den Sport (DSV Leoben) großzügig unterstützt hat. Ein Kunde war auch Startrainer Walter Schachner. Der übrigens steht nach wie vor zu Linz, wie Gattin Connie der "Steirerkrone" vermittelt: "In guten wie in schlechtenZeiten. Der Hans Linz ist ein Freund, ein anständiger noch dazu..."
von Gerhard Felbinger und Gerald Schwaiger, "Steirerkrone" und steirerkrone.at
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