Fr, 17. August 2018

Zukunftsängste

03.11.2008 09:46

Buschenschank-Wirte mit einem Fuß im Kriminal

Rundum zufrieden könnten sie sein, die steirischen Buschenschank-Betreiber. Schon jetzt steht fest, dass die sich zu Ende neigende Saison sämtliche Rekorde bricht. Um die Zukunft sorgt man sich dennoch: Die Wirte dürfen nämlich - laut Gesetz! - nur Familienmitglieder anstellen. Nachwuchs fehlt aber immer öfter.
Vor allem das herrliche Wetter im Oktober war es, das die 2008er-Bilanz der etwa 800 heimischen Buschenschänken ordentlich nach oben hat schnellen lassen. "So einen wunderbaren Herbst hatten wir schon lange nicht mehr! Mit einem Einnahmeplus von zehn Prozent können wir mit Sicherheit rechnen", frohlockt Johann Dreisiebner, Obmann des steirischen Weinbauverbandes.

Leidige Situation
Um die identitätsstiftende Institution Buschenschank machen sich unsere Weinbauern trotz aller Rekorde Sorgen. Ein Gesetz aus dem Jahr 1979 schreibt den Betreibern nämlich vor, ausschließlich "familieneigene Arbeitskräfte" anstellen zu dürfen. "Für mich eine Katastrophe!", schildert ein Betroffener der "Steirerkrone" seine leidige Situation. "Meine Frau und ich haben keine Kinder, im Alleingang können wir die viele Arbeit aber schlicht nicht mehr bewerkstelligen."

Auch Dreisiebner weiß um das Problem Bescheid: "Bei der Rechtslage stehen die meisten Schankbesitzer mit einem Bein im Gefängnis. Eine Änderung muss endlich her!"

von Barbara Winkler, "Steirerkrone"
Symbolbild

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