So, 24. Juni 2018

Richtig erziehen

17.10.2003 13:17

Der Schlüssel für eine gute Erziehung

Kinder können ja so lieb sein, aber auch ganz gemeine kleine Quälgeister. Verzweifelte Eltern suchen in Erziehungsratgebern nach einem Patentrezept – aber das gibt es nicht. Ein neues in Australien entwickeltes Programm gibt Eltern Tipps, wie sie aus den kleinen Satansbraten verantwortungsbewusste, starke Kinder machen.
"Positive Erziehung" lautet das Motto von "TrippleP". Dabei sollten Kinder viel gelobt werden und positive Verstärkungerfahren. Genauso müssen ihnen bei Ungehorsam Grenzen gesetztwerden, damit Raunzen und Erpressungsversuche gar keinen Erfolghaben können. Denn Kids checken genau ab, wie sie Mama undPapa soweit kriegen, damit sie genau das bekommen, was sie wollen:Fernsehen, Süßigkeiten und sich vor der Mitarbeit imHaushalt drücken. Strafe gibt es nicht, aber "Konsequenzen".Das Kind lernt: wenn man sich nicht an die Regeln hält, hatdas auch für es selbst negative Auswirkungen. Wichtig: "Konsequenzen"- z.B. Fernsehverbot - nicht zurücknehmen, weil die Androhungnicht mehr ernst genommen wird.
 
Gegen das Raunzen
Raunzende Quälgeister bringt man zur Räson,indem man dem Nachwuchs erklärt, dass es seine Wünschein normalem Ton deponieren soll, weil man sonst darauf gar nichtreagiert. Für "vernünftig" vorgetragene Wünschedas Kind loben, auch wenn der Wunsch nicht erfüllt wird.Unbedingt sachlich bleiben und die Gründe erklären,schließlich willst du von deinem Kind auch eine sachlicheArgumentation statt "Ich will aber!"
 
Kindergarten-Theater
Der allmorgendlich tränenreiche Abschied imKindergarten muss nicht sein. Den "Zirkus" vermeidet man, indemman noch ein paar Minuten beim Kind bleibt, bis es sich akklimatisierthat und die Vorfreude aufs Wiedersehen ("Wir gehen dann in denPark...") schürt. Wenn das Kind immer noch Theater macht,ignoriere das Protestgeheule und gehe ohne schlechtes Gewissen.Das Kind muss sich damit abfinden, ein paar Stunden von Mama oderPapa getrennt zu sein.
 
Späte Heimkehrer
Besonders kompliziert wird es, wenn aus Kindern jungeErwachsene werden - in der Pubertät. Wenn Teenager am Wochenendelange nach der vereinbarten Zeit nach Hause kommen, sollte mansich die Gründe sachlich erklären lassen, schließlichsollte man aber erklären, dass sich die Heranwachsenden anausgemachte Zeiten halten müssen ("Es ist wichtig, dass ichmich auf dich verlassen kann.") Setze Konsequenzen, aber keingenerelles Weggeh-Verbot. Z.B. könntest du die "überzogene"Zeit das nächste Mal von der erlaubten Zeit abziehen.

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