29.05.2008 11:01 |

Gesund in der Sonne

Reparatur-Enzyme helfen bei Sonnenschäden

Sonnenbrand vermeiden, sich im Schatten aufhalten und entsprechend bekleiden sind nach wie vor heiße Tipps als Schutz vor Hautschädigung und Hautkrebs. Hat man dann doch zu viel Sonne erwischt, sorgen im Körper Enzyme dafür, dass die Schäden repariert werden. Kommen diese bei zu viel Strahlung nicht mehr mit, können in Cremes beigegebene Enzyme die Reparatur unterstützen. Sogar die gefürchteten Wimmerln bei Sonnenallergien können reduziert werden.

Intensive UVA- und UVB-Strahlung schädigen die Hautzellen. Im Zellkern sitzt genetische Information, die Reparaturmechanismen in Gang setzen. Diese würden aber bei zu hoher und immer wieder kehrender Strahlenbelastung überfordert und vorzeitige Hautalterung bis hin zu Krebs könnten die Folgen sein, so Peter Wolf von der Uni-Klinik für Dermatologie der Medizinischen Universität Graz.

In Cremen gepackte Reparatur-Enzyme
Jetzt ist es aber gelungen, gentechnisch aus Viren und Bakterien solche Enzyme herzustellen und in kleinen Fettkügelchen verpackt Cremen beizugeben. In Studien ist ihre Wirkung bereits belegt worden. Die Sonnencreme "Ateia" beinhaltet als einziges Produkt zwei solcher Reparaturenzyme und einem Extrakt des Nopal-Kaktus, das Indianer im Hochland von Mexiko seit Jahrtausenden zu Behandlung von Hautentzündungen und Sonnenbrand verwenden würden.

Sonnenallergie-Symptome werden reduziert
Solche Enzyme reduzieren laut Wolf auch Symptome der Sonnenallergie: Die häufigste Form ist die polymorphe Lichtdermatose (PLD), die umgangssprachlich auch als "Hitzewimmerln" bekannt seien, erklärt Herbert Hönigsmann von der Uni-Klinik für Dermatologie der Med Uni Wien. Die Form des Auftretens ist unterschiedlich, meist bilden  sich Bläschen an Dekollete und Armen, selten auch im Gesicht. Die Hautirritationen jucken meist stark: "Das ist keine schwere Krankheit, meist nur furchtbar lästig", beruhtigt Hönigsmann. Frauen sind stärker betroffen als Männer, im Winter heilen die Läsionen narbenlos ab.

Neue LSF-Vorschriften
Vorbeugend sollten Betroffene Sonnenschutzmittel verwenden, die ausreichend im UVA-Bereich filtern. Die Europäische Kommission hat sich auf eine neue Bestimmungsmethode bei Sonnenschutzprodukten geeinigt. Bisher hat der Lichtschutzfaktor (LSF) nur den Schutz vor UVB-Strahlen angegeben, jener von den UVA-Strahlen ist nicht klar ersichtlich gewesen. Ab 1. Jänner 2009 soll nun der LSF klar - in den Kategorien "leicht" (sechs bis zehn), "mittel" (15 bis 25), "hoch" (30 bis 50) und "sehr hoch" (50 plus) - angegeben werden. Der UVA-Schutzfaktor muss mindestens ein Drittel des LSF vom UVB ausmachen.

Vorsicht: Auch ein guter Lichtschutzfaktor ist kein Freibrief zum stundenlangen Sonnenbraten. Der Lichtschutzfaktor bezieht sich ausschließlich auf den Schutz vor Sonnenbrand, hinsichtlich des Schutzes vor Hautkrebs hat er keine sichere Aussagekraft. Empfohlen wird außerdem, die Mittagssonne zwischen 11.00 und 15.00 Uhr zu meiden.

Positive Seiten der Sonne
Sonne ist aber nicht nur gefährlich!  Sie hat auch viele positive Effekte auf Körper und Seele: Erst durch Sonnenlicht kann der Körper das für den Knochenstoffwechsel wichtige Vitamin D bilden. Sonnenlicht in Maßen stimuliert das Immunsystem und lindert Depressionen.

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