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25.02.2017 - 12:57

Luxus und Kultur: Abu Dhabi hat von allem reichlich

25.02.2012, 17:00
Sonne, Strand, Shopping und Spaß sind der Hauptstadt der Emirate zu wenig – auch Kultur und Natur sollen die Besucher locken. Und die folgen dem Ruf der Wüste nur allzu gerne, den Abu Dhabi hat von allem reichlich.

Einst waren hier kaum befestigte Straßen, die Einwohner lebten vom Fischfang, der Perlentaucherei und dem Bau von Dhows, den traditionellen Segelschiffen. Das war einmal: Heute fährt man in den neuesten Autos auf bis zu zehnspurigen Fahrbahnen, residiert in den schönsten Häusern und hat von allem reichlich.

Das schwarze Gold katapultierte die Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate aus der Steinzeit in die Moderne. Dazwischen liegen aber keine Jahrhunderte der Entwicklung – in gerade mal 50 Jahren wurden aus Palmhütten luxuriöse Behausungen – die der Scheich seinen Einwohnern gerne zur Hochzeit schenkt – und statt auf Kamelen zu reiten, fährt man heutzutage in Ferraris und Maseratis zum Einkaufen in die Shoppingpaläste.

Abu Dhabi und den restlichen sechs Emiraten gelang etwas, worum sie andere Länder mit Ölvorkommen beneiden: Sie nahmen die Eroberung des schwarzen Goldes selbst in die Hand und machten sich damit zur reichsten Region am Persischen Golf. Und die Scheichs "verteilen" ihren Reichtum durchaus geschickt an die Bevölkerung. So zahlt man unter anderem keine Steuern, und der Strom ist umsonst. Arbeit gibt es genug in den boomenden Städten. Dubai und Abu Dhabi sind nicht nur beliebte Reise- , sondern auch Arbeitsdestinationen. Alleine im Großraum Abu Dhabi leben 2,5 Millionen Menschen – davon sind 80 Prozent Einwanderer. Daraus ist ein Multikulti- Mix aus den verschiedensten Nationen herangewachsen – die sich alle friedlich miteinander am Wirtschaftsboom erfreuen

Tourismus spielt immer größere Rolle

Die Zeiten, in denen man nur auf Erdöl und Erdgas setzte, sind vorbei, denn der Tourismus spielt eine immer größere Rolle. Es gibt aber kein Abu Dhabi versus Dubai – beide Emirate haben ihre durchaus unterschiedlichen Anziehungspunkte. Wer nach Abu Dhabi reist, sollte Dubai nicht unbesucht lassen und umgekehrt. Nichts leichter als das – gerade einmal 1,5 Autostunden trennen beide.

So bringen uns die Austrian Airlines nach Dubai, wo wir unsere Expedition starten und dem Burj Khalifa, dem größten Gebäude der Welt, einen Besuch abstatten. Von der Aussichtsplattform im 124. Stock hat man einen perfekten Blick über die Skyline von Dubai City. Wer rechtzeitig reserviert, kann das Ganze aber auch in der Bar oder dem Restaurant des Atmosphere ein Stockwerk darunter genießen – um nahezu das gleiche Geld, aber inklusive ein paar Cocktails. Oder man checkt gleich im Address Downtown ein und begibt sich in die angesagte Neos- Bar.

"Abu Dhabi ist relaxter"

"Abu Dhabi ist viel größer und trotzdem relaxter als der Nachbar", weiß Phillies Ramberger, Geschäftsführerin von Pur- Touristik und Expertin in Sachen Emirate. Alles etwas ruhiger angehen – das ist das Motto. Sonne, Strand, Shopping und Spaß reichen aber nicht aus, man will sich abgrenzen. Das Gen- Himmel- Bauen hat man Dubai überlassen. Keine Frage, Superlative sind ebenso an der Tagesordnung. So sind die 82 Kuppeln und 1.096 Säulen der Scheich- Zayed- Moschee keine Fata Morgana, sondern ein Prachtbau aus weißem Marmor. Im Inneren hängt ein 10 Tonnen schwerer Swarovski- Kristall- Luster, und auch beim Teppich wurde geklotzt und nicht gekleckert. 1.200 Weberinnen haben mehr als 30 Tonnen Wolle verknüpft: 2,2 Milliarden Knoten auf 5.625 Quadratkilometer.

Aber es werden zum Beispiel keine Tonnen von Sand benötigt, um Inseln zu kreieren. 200 echte Inseln brauchen keine "Palmen", die ins Wasser reichen. Ein Vorteil, der genutzt wird, aber auch erhalten bleiben soll. An die Zukunft denken, das war dem 2004 verstorbenen Scheich Zayed bin Sultan Al Nahyan ein Anliegen. Sein Sohn Sheik Khalifa bin Zayed versucht in seiner Tradition weiterzudenken und vor allem zu planen.

Ausbau zum Kulturzentrum

So wird die nur 500 Meter vor der Küste von Abu Dhabi City gelegene und 27 km2 große Insel Saadiyat derzeit zu einem Wohn- , Geschäfts- , Freizeit- und Kulturzentrum von Weltrang ausgebaut und trägt die Handschrift von Stararchitekten. Darunter Kultureinrichtungen wie das von Lord Norman Foster entworfene Zayed National Museum, der Louvre Abu Dhabi sowie das Glanzstück von Frank Gehry, das Guggenheim Abu Dhabi.

Holzstege auf den Stränden sind nicht nur optisch reizvoll, sondern weisen darauf hin, dass Schildkröten hier ungestört ihre Brutplätze haben. Auch die Mangrovenwälder will man behutsam nutzen. Mit dem Kajak paddeln wir mit einer geführten Tour – in Begleitung von der ansässigen Vogelwelt – durch die Wasserwege. Abschalten und ein wenig Energie tanken für den nächsten Punkt, denn der ist Kontrastprogramm pur.

Gas geben auf Yas Island

Auf Yas Island, der Insel ein paar Kilometer weiter, regiert das Tempo. Gas geben auf der Formel- 1-Rennstrecke, das dürfen hier nicht nur Vettel und Co. Rennerfahrungen in diversen Autos alleine oder mit geübten Fahrern kann man hier sammeln. Wer noch nicht genug hat, geht ein paar Schritte weiter und wagt sich in die Ferrari World. Bei 240 km/h wird der mutige Besucher in der "Formula Rossa", der schnellsten Achterbahn der Welt, in die Sitze "gedrückt". Auch die anderen Attraktionen lassen selbst diejenigen, die von Motorsport wenig Ahnung haben, zum Kind werden. Die paar Stunden vergehen viel zu schnell, hier will und sollte man länger bleiben. Oder man kommt einfach wieder. Man hat ja noch nicht alles gesehen, und außerdem sieht's nächstes Jahr schon wieder etwas anders aus. Denn Stillstand gibt's in den sich stetig verändernden Emiraten keinen.

25.02.2012, 17:00
Diana Krulei, Kronen Zeitung
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