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11.12.2016 - 10:42
Foto: Matthias Lauber/laumat.at

Täter (58) hat Krebs und "Angst, alleine zu sein"

01.08.2016, 07:13

"Sie hat ihm vor einem Monat das Leben gerettet - und jetzt hat er sie umgebracht, weil er schwer krebskrank ist und Angst hatte, nach der Scheidung alleine zu sein", erzählt der Bruder jenes 58- Jährigen, der im oberösterreichischen Ried im Traunkreis seine 53- jährige Noch- Ehefrau getötet hat. Laut Obduktion mit zahlreichen Stichen.

"Ich bin zutiefst erschüttert" - Eduard F., der Bruder des Mordverdächtigen Josef F., steht unter Schock: "Meine Schwägerin Cony ist erst vor zwei Monaten von zu Hause ausgezogen. Vor einem Monat hat sich mein Bruder in seiner Wohnung versucht zu erhängen. Sie hat ihn gefunden und gerettet. Er ist schwer krank, hat Lungenkrebs, wurde wegen Bauchspeicheldrüsenkrebs operiert und hat angeblich auch noch Blasenkrebs", erzählt der Bruder der "Krone".

"Mein Bruder war aufbrausend"

"Ich glaub', er hat einfach massive Angst gehabt, dass er nach der Scheidung ganz alleine ist und sich keiner mehr um ihn kümmert." Und weiter: "Die beiden waren 35 Jahre verheiratet, haben zuletzt aber dauernd gestritten, wegen jeder Kleinigkeit. Dann haben sie mich zum Vermitteln angerufen. Mein Bruder war aufbrausend, wahrscheinlich auch durch die Medikamente, die er schlucken muss. Für mich war das der Trennungsgrund, von einem neuen Freund der Cony hab' ich nichts gewusst."

Laut Eduard F. war der Mordverdächtige am 21. Juli in der Psychiatrie, wurde am 25. Juli entlassen: "Aber seine Tat ist natürlich durch nichts zu entschuldigen!"

Wie von Sinnen auf Noch- Ehefrau eingestochen

Wie die Obduktion ergab, stach Josef F. wie von Sinnen auf seine Noch- Ehefrau Cornelia F. ein. Sie hatte massive Verletzungen am Kopf und im Brustbereich, aber auch zahlreiche Abwehrverletzungen an den Armen. Die 53- Jährige verblutete.

Josef F., der sich nach der Tat den Hals aufgeschlitzt hatte, liegt in der Intensivstation, konnte noch nicht zur Tat befragt werden.

01.08.2016, 07:13
Christoph Gantner und Johann Haginger, Kronen Zeitung/red
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