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22.07.2017 - 22:42
Foto: thinkstockphotos.de

Mehr als 30.000 Österreicher hüten das Bett

29.12.2016, 16:55

Statt Ferien mit Fieber im Bett! Vier Wochen früher als erwartet hat die Grippewelle Österreich erreicht: Es gibt Zehntausende Krankheitsfälle. Doch der Höhepunkt ist noch nicht erreicht, wird Mitte Jänner erwartet. Mediziner raten zu einer Impfung. Ob der aktuelle Impfstoff genau auf die grassierenden Virentypen (vor allem A/H3N2) passt, wird sich erst weisen. Die Experten sind aber zuversichtlich.

Schnupfen, Husten, schmerzende Gelenke und Fieber - die Grippe hat Österreich derzeit fest im Griff. Insgesamt mehr als 30.000 Österreicher sind erkrankt und werden wohl oder übel im Krankenbett ins neue Jahr rüberrutschen. Die Mediziner haben zwar mit einer Grippewelle gerechnet, doch die aktuelle Epidemie ist vier Wochen zu früh dran.

Rasante Verbreitung der Viren durch milde Außentemperatur

"Seit 15 Jahren hat die Grippewelle in Österreich nicht so früh begonnen wie heuer", so der Wiener Allgemeinmediziner Maximilian Domej (siehe Interview unten). Vermutlich dürfte die teils milde Außentemperatur die unterschiedlich rasante Verbreitung der Viren deutlich begünstigt haben.

Doch nicht alle Erkrankten haben sich lediglich eine Erkältung eingefangen, sondern hüten mit einer "echten Grippe", also einer Influenza- Erkrankung, das Bett. Diese fieberhafte Viruserkrankung darf auf keinen Fall unterschätzt werden. Durchschnittlich sterben in Österreich pro Jahr etwa 1000 Menschen daran.

Foto: thinkstockphotos.de

Grippe- Hotspot Wien: 11.400 Erkrankte

Gefährliche Folgeschäden betreffen den Herzmuskel, die Lunge oder das Nervensystem. Doch was hilft? Empfohlen wird eine Impfung, vor allem für ältere Menschen und Patienten mit Herz- oder Kreislaufleiden, schweren Atemwegserkrankungen, chronischen Nierenerkrankungen und Immundefiziten sowie für Diabetiker und alle, die sich oder ihre Familie vor der saisonalen Influenza schützen möchten. Grippe- Hotspot ist Wien: In der vorletzten Kalenderwoche wurden hier rund 11.400 an Grippe erkrankte Menschen gemeldet.

Doch auch in Salzburg grassiert die Krankheit, etwa 6000 Landsleute sind dort betroffen (Bundesländer- Grafik unten). In Vorarlberg, Tirol und im Burgenland werden keine offiziellen Zahlen erfasst. Bitte beachten: Impfungen bei akuten Erkrankungen nützen nichts, die Immunisierung kann ausschließlich im Vorhinein aufgebaut werden und benötigt rund zwei Wochen.

Foto: "Krone"-Grafik

"Krone": Herr Dr. Domej, haben Sie zurzeit alle Hände voll mit Grippepatienten zu tun?
Maximilian Domej: Ja! Seit 15 Jahren hat die Grippewelle in Österreich nicht so früh begonnen wie heuer. Heuer tritt auffallend oft das Virus A/H3N2 auf, welches besonders für die älteren Menschen gefährlich sein kann.

Wie kann man sich davor schützen?
Schutz gegen die Influenza bietet die Grippeimpfung.

Wie erfolgt eine Ansteckung?
Die Verbreitung des Virus erfolgt besonders durch Niesen und Husten. Deshalb sollte man in der Grippezeit unnötigen Körperkontakt wie übertriebenes Händeschütteln oder Umarmungen vermeiden. Es gilt auch, oft Hände zu waschen und viel zu trinken.

Maximilian Domej
Foto: KRONEN ZEITUNG

Welche Art von Getränken meinen Sie?
Da empfehlen sich vitaminreiche Säfte und Tee.

Was raten Sie Ihren Patienten in der aktuellen Grippewelle?
Meiden von unnötigen Menschenansammlungen und kein direkter Kontakt mit erkrankten Personen. Bei längerem atypischen Verlauf sollte man selbstverständlich einen Arzt aufsuchen.

Daten und Fakten zum Thema Grippe

  • Influenza, die "echte Grippe", ist eine hoch fieberhafte Viruserkrankung, bei der man krank im Bett liegt.
  • Symptome sind hohes Fieber, Muskelschmerzen, Herz- Kreislauf- Probleme und Erschöpfung.
  • Verschiedene Virentypen können unter anderem A/H1N1, A/H3N2 oder auch Typ B sein.
  • Für jeden Typ müssen eigene Impfungen zusammengestellt werden, die aber auch nicht immer ausreichend Wirkung zeigen.
  • Bei einem grippalen Infekt - der normalen Erkältung - hingegen verbringt man die Zeit auch mit Schnupfen und Husten am Arbeitsplatz. Die Ansteckung erfolgt ebenfalls über Niesen und Husten.

Matthias Lassnig und Karin Podolak, Kronen Zeitung

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