Strenge Kontrollen

Sondereinheit überwacht Schwammerl-Sammler

Kärnten
09.07.2009 17:41
Der viele Regen der vergangenen Wochen hat auch etwas Positives: Feuchtigkeit und Wärme lassen nämlich die Schwammerln sprießen. Genießer und Profi-Sammler durchstreifen daher bereits wieder Kärntens pilzreiche Wälder. Das bedeutet Hochsaison für die Bergwacht. Im vergangenen Jahr verzeichneten die Naturhüter 2.640 Amtshandlungen zum Schutz der Pilze, heuer zieht eine Sondereinheit durch die Wälder.

„Sammeln von Pilzen und Beeren verboten!“ steht auf Schildern, die bei der Landwirtschaftskammer zu erwerben sind. Denn die Waldfrüchte gehören dem Waldbesitzer. Doch innerhalb der Freigrenze ist das Sammeln straffrei: maximal zwei Kilo pro Tag und Person, von 15. Juni bis 30. September, täglich von 7 bis 18 Uhr. 

Allerdings kennen nicht alle diese Pilzverordnung. Im Vorjahr verzeichnete die Bergwacht 2.640 Amtshandlungen: 2.051 Sammler wurden über ihre Pflichten aufgeklärt und 589 abgemahnt, weil sie zu viel Schwammerln im Korb hatten oder zu spät im Wald waren.

Sondereinheit in Wäldern unterwegs
„Acht Sammler haben wir angezeigt, die hatten bis zu 15 Kilo Schwammerln. Dafür gab es Strafen um die 300 Euro“, bilanziert Bergwacht-Chef Hannes Leitner. Heuer sind 24 Bergwächter besonders ausgebildet worden – auch von der Polizei. „Sie dürfen höflich und erklärend Gepäck und Autos durchsuchen sowie Organstrafen bis zu 21 Euro ausstellen“, so Leitner.
 
Die Streifen gemeinsam mit Mitgliedern der italienischen Bundesforste werden heuer fortgesetzt. Zur Information der italienischen Pilzfreunde wurden auch 15.500 Folder zur Aufklärung in Friaul verteilt.

von Christina Kogler, "Kärntner Krone"

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