Der Meldezettel wird auf diese Weise zum "Einbruchswerkzeug": Denn wer dieses Dokument vorweisen kann, dem öffnet jeder Aufsperrdienst auf Wunsch die Wohnungstür. Und dann kann seelenruhig alles ausgeräumt werden, was nicht niet- und nagelfest ist.
Zu einem Meldezettel gelangt man problemlos: Es genügt, irgendeinen Namen mit einer realen Adresse auf das Formular zu schreiben und mit diesem Namen auch als Unterkunftgeber zu signieren. Das Meldeamt überprüft nämlich nicht, ob es diesen Unterkunftgeber überhaupt gibt und die Unterschrift echt ist. "Künftig sollte bei Anmeldungen zumindest die Kopie eines Lichtbildausweises des Unterkunftgebers vorgelegt werden," versichert Wolfgang Ulm, Sicherheitssprecher der Wiener ÖVP.
Von Erich Vorrath, Kronen Zeitung
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