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23.09.2017 - 00:45
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So lernt Ihr Kind die Einhaltung von Regeln

16.05.2014, 15:16
Zum Thema Erziehung gibt es unterschiedliche Zugänge, was den Grad der Strenge angeht. Dennoch gibt es in den meisten Familien bestimmte Regeln und Rhythmen im täglichen Alltag, die eingehalten werden müssen. Wie Sie Ihrem Kind beibringen, sich daran zu halten, erfahren Sie hier.

Viele Eltern schrecken vor dem Thema Regeln zurück, da für sie die Forderung nach Einhaltung von Regeln oft gleichbedeutend mit Strafen ist. Doch das muss nicht so sein. Denn Erziehung durch Bestrafungen ist weder für Kinder noch für Eltern wirklich angenehm. Die Kinder lernen das richtige Verhalten bei Bestrafung nicht durch Einsicht, sondern nur durch Angst.

Damit werden aber falsche Verhaltensweisen nicht gelöscht, sondern nur unterdrückt, weil das Kind den Grund für die Unerwünschtheit eines bestimmten Verhaltens nicht versteht. Es beginnt zu lügen und sich von den Eltern zurückzuziehen. Und auch Eltern haben oft ein schlechtes Gefühl bei der Erziehung mit Strafen. Sie fragen sich, ob es denn keinen anderen Weg gibt, mit ihren Kindern umzugehen, als immer nur zu drohen und "böse" zu sein. Besser sind Wege, die mit positiver Verstärkung arbeiten.

Grenzen durch natürliche Konsequenzen

Kinder brauchen Regeln. Denn wenn Kinder in ihrem Verhalten die Bedürfnisse anderer Menschen missachten oder andere gefährden, dann darf man sie nicht gewähren lassen. Ihr Kind kann dies ruhig am eigenen Leib erfahren, denn jedes Fehlverhalten hat natürliche Konsequenzen. Ihr Kind weigert sich, zum Essen zu kommen, obwohl Sie es schon mehrmals aufgefordert haben? Gut, dann wird sein Essen eben kalt und es wird alleine beim leeren Tisch sitzen, weil Sie bereits andere Dinge zu tun haben. Ihr Kind möchte trotz Eiseskälte keinen Pullover anziehen? Dann friert es eben einmal einen Tag lang. Aber es lernt aus eigener Erfahrung, dass Ihre Vorschläge ihre Berechtigung haben.

Solche natürlichen Konsequenzen können Sie auch selbst herbeiführen. Denn die Konsequenz muss zum Verhalten passen. Fernsehverbot oder Essensentzug, wenn Ihr Kind sein Zimmer nicht aufräumt, passt nicht zum Fehlverhalten. Hier können Sie z.B. Ihrem Kind klarmachen, dass seine Freunde es nicht besuchen dürfen, wenn sein Zimmer so unaufgeräumt ist. Oder Sie packen die herumliegenden Spielsachen in einen Sack und Ihr Kind kann nicht mehr damit spielen. Wenn es das nächste Mal aufräumt, kann es sich die verschwundenen Spielsachen wieder zurückverdienen.

Bei der Erfindung der Konsequenzen können Sie kreativ sein. Wenn z.B. Ihr Kind immer wieder "vergisst", seinen schmutzigen Teller in die Küche zu tragen, dann isst es eben das nächste Mal nicht von seinem Teller, sondern aus einer Salatschale. Damit wird es sich garantiert merken, dass ein bisschen Mithilfe im Haushalt dazugehört.

Es gibt jedoch auch Situationen, wo Ihr Kind sich mit dem Nicht- Befolgen von Regeln selbst schaden kann – hier müssen Sie streng agieren. Etwa dann, wenn Ihr Kind immer wieder auf die Straße laufen möchte oder beim Spielen allzu waghalsig auf diversen Gegenständen seiner Umgebung herumturnt. Erklären Sie Ihrem Kind nachdrücklich, dass es sich ernsthaft wehtun kann, und lassen Sie es in diesen Situationen nicht alleine handeln. Bald wird es Ihrem Kind zu nervig, dass Sie es immer an der Hand nehmen, und es wird sich nach einiger Zeit an die aufgestellte Regel halten.

Warum sind Regeln wichtig?

Unabhängig davon, dass Regeln im Familienleben und im Alltag helfen, geben sie Ihrem Kind auch Sicherheit. Denn es weiß, in welchem Rahmen es sich bewegen darf. Auch lieben Kinder Rituale und Wiederholungen. All das stärkt ihr Grundvertrauen, da sie lernen, sich auf viele Dinge verlassen zu können.

Daher ist entscheidend, dass Sie sich bei den für Sie wichtigen Regeln nicht erweichen lassen und nach dem dritten Nein nicht auf einmal Ja sagen. Das Kind merkt sich sonst: "So schlimm ist das ja gar nicht, und wenn ich lästig genug bleibe, bekomme ich meinen Willen." Damit machen Sie jeglichen Effekt Ihrer Erziehungsmaßnahmen zunichte und verstärken den Widerstand Ihres Kindes.

Loben, loben, loben

Zeigt Ihr Kind Verständnis und hält sich an Regeln, sollten Sie dieses Verhalten belohnen. Ihr Kind räumt sein Zimmer auf, macht seine Hausübungen, hilft Ihnen mit der Hausarbeit – dann ist es Zeit für Lob und Bewunderung. Und viermal Zimmeraufräumen kann z.B. mit dem Lieblingsabendessen Ihres Kindes belohnt werden. Oder einem Kinobesuch. So lernt Ihr Kind gleichzeitig, dass es sich mit richtigem Verhalten Belohnungen verdienen kann. Und Sie haben einen entspannten, liebevollen Umgang miteinander, der Ihnen beiden guttut.

16.05.2014, 15:16
lhi/red
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