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07.12.2016 - 18:13

Steve Jobs und seine "alten" iPods

09.09.2009, 21:42
"It's only Rock'n'Roll, but we like it!" So lautete das Motto bei Apples diesjährigem September-Event, auf dem traditionell die letzten Produkt-Neuheiten und -Updates vor dem Jahreswechsel vorgestellt werden. Am Mittwochabend sollte es in San Francisco um neue iPods gehen, möglicherweise gar um einen Tablet-Computer, wie im Vorfeld spekuliert wurde. Als einzige Sensation darf letztendlich aber nur die Rückkehr Steve Jobs' gefeiert werden. Der Computer-Guru, der das Jahr wegen einer Leber-Transplantation pausieren musste, meldete sich erstmals öffentlich in alter Frische zurück - leider mit "alten" iPods...

Die knapp eine Stunde dauernde Präsentation, der europäische Journalisten per Satellitenübertragung in London beiwohnen konnten, umfasste im Wesentlichen zwei Punkte: das dürftig aufgefrischte iPod- Line- up und die neunte Version der iTunes- Software, mit der zeitgleich auch einige Updates im iTunes- Store einhergehen. Die größte Neuerung umfasst dabei eine Aufwertung der digitalen Alben, die fortan wie "echte LPs" mit Booklet, Texten und Co. zu haben sind.

iPod nano mit Videokamera

Die iPod- Updates lassen sich in ein paar Sätzen zusammenfassen: Der iPod touch kostet ab sofort nur noch 199 Dollar in der 16- Gigabyte- Version, der Preis sei laut Apple "eine magische Grenze". Das "iPhone ohne Phone", von dem Apple bisher 20 Millionen Stück verkauft hat, gibt es jetzt auch in einer 64- Gigabyte- Version. Apple bemüht sich, den Touchscreen- MP3- Player mit Internetfähigkeiten als Konkurrenz zu tragbaren Spielkonsolen aufzubauen. Die Publisher Ubisoft, EA und Gameloft stellten dabei neue iPod- Versionen ihrer Games vor, wobei der Schwerpunkt eindeutig auf blutigeren Games à la "Assassins Creed" und amerikanischen Sportspielen liegt.

Bei den "Music only"- iPods, die in Österreich 39% Marktanteil im MP3- Player- Segment haben (in den USA sind es 79%), gab es ebenfalls nur ein bisschen Modellpflege: Der iPod Classic bekommt ein Speicherupgrade auf (in früheren Generationen bereits einmal erhältliche) 160 Gigabyte, den iPod shuffle gibt es nun in mehreren Farben und zusätzlich in einer Edelstahl- Version. Beim iPod nano sind ab sofort eine Videokamera plus Mikro, ein FM- Radio- Empfänger und ein Schrittzähler (als Tribut an die iPod- Jogger) eingebaut.

iTunes nun mit vollwertigen Alben

In Sachen iTunes stellte Apple am Mittwoch die nunmehr neunte Version der Gratis- Software vor, die mit leicht geändertem Layout und zahlreichen Verbesserungen (Synchronisation, Library- Sharing bzw. -Copying im Haus- Netzwerk, etc.) aufwartet. Das letzte Jahr vorgestellte Empfehlungsprojekt Genius wird auf eine "Mix"- Funktion erweitert. Es macht aus einem iPod oder einer iTunes- Bibliothek einen DJ, der zueinander passende Stücke in einer Endlos- Schleife spielt.

Im iTunes- Store, der Apple in den letzten Jahren laut eigenen Angaben mit 100 Millionen per Kreditkarte registrierten Kunden zum marktführenden Musihändler gemacht hat, hält die LP Einzug - was schon fast als zynische Ankündigung Apples bezeichnet werden darf. Der Online- Store wurde nämlich vor allem deswegen groß, weil sich User einzelne Lieblings- Songs statt ganzer Alben kaufen konnten und sich so Geld ersparten bzw. Musik von verschiedenen Künstlern mit dem Budget für ein Album eines Künstlers erhielten. Jetzt will man den Verkauf kompletter Alben wieder vorantreiben und den Kritikern ("fehlende Booklets, keine Liner- Notes und Lyrics…") den Wind aus den Segeln nehmen. Ab sofort kommen Alben mit einem ganzen Rucksack voll Zusatzmaterial: Booklet, Fotos, Videos, Texte und Discografie werden für jeden Longplayer ansprechend aufbereitet und bieten mehr Infos - und in Zeiten der digitalen Ästhetik - vielleicht sogar mehr LP- Flair als eine CD.

Unterm Strich bleibt aber die ernüchternde Erkenntnis: Fans des meist gehypten Unternehmens in der Computergeschichte können wohl nicht immer beides haben, den charismatischen Steve Jobs und tolle, neue Produkte...

von Christoph Andert, London

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