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04.12.2016 - 10:47
Foto: Sony, krone.at-Grafik

Kleiner Sprung nach vorn: Sonys Xperia Z2 im Test

10.05.2014, 09:00
Gerade einmal ein halbes Jahr nach seinem letzten Android-Flaggschiff, dem auf der IFA in Berlin enthüllten Xperia Z1, lässt der japanische Elektronikriese Sony schon den Nachfolger aus dem Sack: Das – wie schon die Vorgänger wasserdichte – Xperia Z2. Das mit größerem Display, einem etwas schnelleren Innenleben und neuen Kamera-Features ausgestattete Gerät ist Sonys neue Geheimwaffe im Kampf um die Smartphone-Krone. Ob es den Japanern gelingt, sich von der Konkurrenz abzuheben, klärt unser Test.

Letztes Jahr im Frühling das gelungene Xperia Z und im Herbst der exzellente Nachfolger Xperia Z1, heuer im Frühling das Xperia Z2 – wenn Sony seine Produktpalette weiter in diesem Tempo erneuert, wird das ab sofort in Österreich verfügbare Xperia Z2 im Herbst schon wieder durch eine neue Variante ersetzt. Doch schaffen es die Japaner bei diesen kurzen Intervallen überhaupt noch, neue Features in ihre Edel- Xperias zu integrieren? Wir haben es uns angeschaut.

Dem Vorgänger wie aus dem Gesicht geschnitten

Das Xperia Z2 wirkt im Direktvergleich mit dem Vorgänger (Test in der Infobox) mehr wie eine Evolution als eine Revolution. Das offenbart sich auf den ersten Blick, wenn man die beiden Geräte nebeneinanderlegt. Beide warten mit dem gleichen edlen Design auf, bieten einen Alu- Rahmen sowie Glas an Vorder- und Rückseite.

Die Unterschiede liegen im Detail. Das Xperia Z2 ist ein bisschen größer als das Z1, der Rahmen ist nun durchgängig silber statt schwarz- silber und die Lautstärkewippe sowie der Kameraauslöser sind ebenfalls silber statt schwarz. Kleine Änderungen an den Dichtungen gibt's auch: Wo beim Xperia Z1 noch zwei getrennte Dichtungen microUSB- und SIM- Kartenschacht abdeckten, ist es nun eine. Dadurch liegt die SIM- Karte beim Laden offen, falls man nicht zum magnetischen Lade- Dock greift.

Rechenpower leicht gesteigert

Auch bei der Rechenleistung macht Sony nur einen kleinen Sprung nach vorn. Das Herzstück des Xperia Z2 ist ein 2,3 Gigahertz schneller Snapdragon- 801- Chip mit vier Kernen und Adreno- 330- Grafikmodul. Das RAM ist üppige drei Gigabyte groß. Beim Vorgänger kamen noch ein minimal langsamerer Snapdragon 800 und zwei Gigabyte RAM zum Einsatz.

Die Rechenpower überzeugt. Android 4.4 wird auf dem Xperia Z2 absolut flüssig ausgeführt, Ruckler oder sonstige Aussetzer konnten wir im Test nicht beobachten. Apps starten schnell, und auch für anspruchsvollere 3D- Games bietet das Xperia Z2 genug Leistung. Im Vergleich zum direkten Vorgänger, der ebenfalls ein angenehm flüssiges Bedienerlebnis bot, sind die Geschwindigkeitsvorteile des Xperia Z2 allerdings nicht fühlbar. Sehr wohl fühlbar ist, dass das Gerät an der Rückseite unter Last – etwa beim Spielen – im oberen Bereich relativ warm wird.

Exzellentes Full- HD- Display

Beim Display hebt sich das Xperia Z2 vom Vorgänger ab. Statt fünf bietet Sonys neues Flaggschiff satte 5,2 Zoll Bildschirmdiagonale. Die Auflösung bleibt gleich: knackig scharfe 1.920 mal 1.080 Pixel, also Full- HD. Beim Bildschirm setzt Sony auf einen IPS- Touchscreen mit Triluminos- Bildverbesserungstechnologie, die besonders hohen Kontrast und natürliche Farben verspricht.

Im Test überzeugte das Display des Xperia Z2 auf ganzer Linie. Es bietet eine hohe maximale Helligkeit, ist also auch draußen gut abzulesen. Die Farben sind kräftig, aber natürlicher als auf AMOLED- Bildschirmen. Die Blickwinkelstabilität ist etwas besser als beim Vorgänger, man erkennt daher auch bei Blicken von der Seite, was angezeigt wird. Durch die hohe Auflösung sind Bilder, Videos und Text zudem angenehm scharf. Beim Internetsurfen wird so auch relativ kleiner Text scharf genug dargestellt, um ihn entziffern zu können.

Reichlich Speicherplatz, aktuelle Funkausstattung

Das Xperia Z2 bietet 16 Gigabyte internen Speicher. Der lässt sich mittels microSD- Karte um weitere 128 Gigabyte erweitern. Wer in eine entsprechend große microSD- Karte investiert, findet also mehr als genug Platz für große Musiksammlungen, Fotos und Videos vor.

Ins Internet gelangt das Gerät über den Datenturbo LTE, und auch die restliche Funkausstattung ist auf der Höhe der Zeit. Gigabit- WLAN ist ebenso an Bord wie Bluetooth 4.0, NFC und GPS. Über Miracast kann man externe Displays kabellos ansteuern, ein Infrarotmodul fehlt aber leider. Der Klinkenstecker ist frei zugänglich, beim Musikhören muss also keine Dichtung entfernt werden. Der microUSB- Anschluss ist durch eine Dichtung geschützt, die beim Aufladen geöffnet werden muss.

Hervorragende 20,7- Megapixel- Hauptkamera

Bei der Kamera im Xperia Z2 setzt Sony auf die gleichen Eckdaten wie im Vorgänger. Die Hauptkamera wartet mit einem 1/2,3 Zoll großen CMOS- Bildsensor aus Sony- eigener Produktion sowie einem G- Objektiv auf und liefert eine Auflösung von stattlichen 20,7 Megapixeln. Ein LED- Blitz ist an Bord. Zusätzlich gibt's eine Frontkamera mit 2,2 Megapixeln Auflösung, die eine für Videotelefonie brauchbare Bildqualität liefert.

In der Praxis gelingen mit der Hauptkamera vor allem bei guten Lichtverhältnissen hervorragende Bilder, die fast auf Kompaktkamera- Niveau liegen. Bei hellem Kunstlicht sind die Fotos ebenfalls sehr brauchbar, nur im Dämmerlicht kommt es mitunter zu Bildrauschen. Das volle Potenzial der 20,7- Megapixel- Kamera schöpft das Smartphone allerdings nur selten aus. Im Automatik- Modus werden Fotos mit acht Megapixeln Auflösung geknipst, die hohe Auflösung macht sich dabei in Form eines verlustfreieren Digital- Zooms bemerkbar. Wer die vollen 20,7 Megapixel nutzen will, wechselt in den manuellen Modus.

Gute Kamera- App mit neuen Video- Features

Die Kamera- App ist übersichtlich und bietet eine ganze Reihe von kreativen Spielereien, unter anderem den bereits vom Vorgänger bekannten Augmented- Reality- Modus, eine Hintergrundunschärfe- Funktion und einen Modus zur Aufnahme animierter GIFs. Selbst eine Anwendung, um Videos live auf Facebook zu streamen, ist in die Kamera- App integriert. Neu ist die Möglichkeit, Zeitlupenvideos mit 120 Bildern pro Sekunde sowie extrem hochauflösende 4K- Videos mit 3.840 mal 2.160 Pixeln aufzunehmen. Beim Vorgänger war nur Full- HD möglich.

Während die Zeitlupenfunktion im Test einen spaßigen Eindruck hinterließ und in der Praxis sicherlich hie und da nützlich ist, sind die gestochen scharfen 4K- Aufnahmen für die meisten Nutzer mangels Abspielgerät nebensächlich. 4K- Fernseher sind momentan nahezu unerschwinglich teuer. Schade für Xperia- Z1- User ist, dass die Kamera- App des Xperia Z2 nicht per Update aufs Vorgängermodell gebracht wird. Da sowohl Kamera als auch Rechenleistung bei beiden Geräten fast ident sind, spräche technisch nichts dagegen. Wie zum Beweis kursieren in Android- Foren bereits an das Xperia Z1 angepasste Versionen der neuen Z2- Kamera- App, die auf gerooteten Z1- Geräten manuell nachinstalliert werden können.

Fingerabdruckmagnet mit edler Haptik

Lob muss man Sony für die Verarbeitungsqualität und die Materialwahl aussprechen. Auch wenn das viele kratzfeste Glas an Vorder- und Rückseite das Z2 zu einem echten Fingerabdruckmagnet macht, liegt es doch angenehm wertig in der Hand. Der abgerundete Metallrahmen tut sein Übriges zum edlen Gesamteindruck. Unerwünschte Spalten oder sonstige Verarbeitungsmängel konnten wir am rund 160 Gramm schweren und 8,2 Millimeter dicken Testgerät nicht entdecken. Die Dichtungen – das Gerät ist nach IP55/58 gegen Staub und Wasser geschützt – hielten im Test auch einem Ausflug unter die Dusche stand.

Haptisch merkt man, dass man hier ein 650- Euro- Smartphone in Händen hält. Beim Halten offenbart sich aber auch: Noch größer dürfte das Gerät nicht ausfallen. Schon der fünf Zoll große Vorgänger agierte in puncto Hosentaschentauglichkeit hart am Limit, mit dem nochmal minimal größeren Z2 werden insbesondere Inhaber kleiner Hände nicht ausnahmslos glücklich. Eine Compact- Variante, wie sie Sony beim Xperia Z1 (siehe Infobox) veröffentlicht hat, wäre für diese Personengruppe besser geeignet.

Leistungsfähiger Akku mit Ausdauer- Modus

Ein Wort zur Akkulaufzeit: Sony trägt dem etwas größeren Display im Xperia Z2 in Form eines großen Akkus mit 3.200 Milliamperestunden Kapazität Rechnung. Der Stromlieferant ist fix verbaut, kann also nicht ohne Weiteres getauscht werden. Die erzielbare Laufzeit kann sich sehen lassen. Bei relativ intensiver Nutzung hält das Gerät problemlos einen Arbeitstag durch und ist am Ende noch halb voll. Bei etwas sparsamerer Nutzung sollten auch mal zwei Tage drin sein.

Im Zweifelsfall lässt sich die Laufzeit über einen speziellen Ausdauer- Modus nochmals deutlich verlängern. Der bewirkt unter anderem, dass das Handy nur mehr dann Neuigkeiten aus dem Netz abruft, wenn das Display entsperrt wird, und reduziert so den im Standby- Betrieb verbrauchten Strom erheblich. So sind - bei sparsamer Nutzung - auch mal drei, vier Tage ohne Aufladen möglich. Vergleichbare Energiesparmodi gibt's aber freilich nicht nur bei Sony.

Sinnvoll angepasstes Android 4.4, guter Sound

Android ist am Xperia Z2 in Version 4.4 an Bord. An der Oberfläche hat Sony nur wenige, aber sinnvolle Anpassungen vorgenommen, beispielsweise eine Such- Sidebar im App- Menü. Praktisch sind die mitgelieferten Programme: Die Walkman- App ist ein äußerst tauglicher Musikplayer mit Netzwerk- Features, zudem gibt's praktische Tools für das Bearbeiten von Fotos und Videos. Wer seinen Tagesablauf protokollieren will, kann dies darüber hinaus mit dem neuen Tool "Lifelog" tun, das sich auch mit dem Bluetooth- Bewegungstracker SmartBand koppeln lässt.

Nett: Das Xperia Z2 verfügt über eine Umgebungsgeräuschunterdrückung, die beim Musikhören über Kopfhörer den Stadtlärm herausfiltert. Die funktioniert allerdings nur mit den klanglich brauchbaren mitgelieferten Kopfhörern. Eine Reihe von Soundoptimierungs- Einstellungen verbessern den Klang beim Musikhören zusätzlich. Schade: So wohlklingend das Xperia Z2 Musik über Kopfhörer ausgibt, so schwächlich ist der integrierte Lautsprecher im Vergleich zu Spezialisten wie dem HTC One M8.

Fazit: Am Ende ist das rund 650 Euro teure Xperia Z2 ein grundsolides Update zum Vorgängermodell, mit dem sich Sony abermals in der absoluten Android- Oberklasse in Position bringt. Für Besitzer des technisch sehr ähnlichen und aktuell bereits ab rund 420 Euro erhältlichen Vorgängers lohnt sich das Upgrade zwar nicht. Im Kampf um die Technikführerschaft hat Sony mit dem Z2 aber einen ebenbürtigen Konkurrenten für Samsungs Galaxy S5 und HTCs One M8 veröffentlicht. In gewissen Belangen – etwa beim Design, der RAM- Ausstattung und der Kamera – gehört Sonys neues Flaggschiff zum Besten, was der Markt derzeit zu bieten hat.

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