Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
08.12.2016 - 03:24
Foto: © [2008] JupiterImages Corporation

Greenpeace- Studie: Nintendo erneut Schlusslicht

26.06.2008, 15:40
Unternehmen aus Fernost hinken bei der Produktion von umweltfreundlichen Gadgets weiter hinten nach: Im neuesten "Leitfaden zur grünen Elektronik" der Umweltschützer von Greenpeace ist Nintendo auch diesmal Schlusslicht unter 18 Herstellern. Alarmierend: Die Bewertungen der meisten Unternehmen gegenüber der vorigen Version des Berichts sind deutlich gefallen.

„Wir haben neue Energie- und Klimakriterien eingeführt“, nennt Greenpeace- Chemieexperte Martin Hojsik einen der Gründe dafür. Außerdem wurden die Bewertungskriterien zu Elektroabfällen und toxischen Chemikalien verschärft, sodass insgesamt nur zwei Unternehmen mehr als die Hälfte der möglichen zehn Punkte erreicht haben. Nintendo hat sich übrigens als einziges Unternehmen verbessert. Für eine andere Platzierung außer dem Schlusslicht hat’s aber trotzdem nicht gereicht.

Die neuen Klimakriterien in dem Bericht – es ist übrigens schon die achte Version - sind bewusst weit gefasst, um den Einfluss von Unternehmen in ihrer Gesamtheit zu betrachten. Ein Faktor ist dabei der Ausstoß von Treibhausgasen im Produktionsprozess, der beispielsweise durch die Nutzung erneuerbarer Energien reduziert werden kann. Hier fordert Greenpeace ein Bekenntnis der Hersteller zum Post- Kyoto- Prozess. „Wir wollen konkrete Reduktionsziele und –zeitpläne“, fordert Hojsik. Allerdings sei dies ein Bereich, in dem viele Unternehmen noch schlecht informiert sind. „Der Faktor Energieeffizienz ist den Herstellern beispielsweise durch den Energy Star schon bekannter“, meint der Aktivist. Was das Bekenntnis zur Reduktion von Treibhausgasen betrifft, weist Greenpeace Fujitsu Siemens als vorbildlich aus.

Nokia verliert Spitzenplatz

Im Bereich der erneuerbaren Energien nennt Greenpeace Nokia als führend. Auch insgesamt würde Nokia das Ranking mit 5,8 von 10 Punkten anführen - wenn es nicht seit Dezember einen Strafpunkt für Probleme mit der Produktrücknahme gäbe und damit nur 4,8 Punkte vergeben wurden. „In Russland und Argentinien wurde das gelöst, aber es gibt nach wie vor Probleme in Indien“, begründet Hojsik. Weiterhin einen vollen Strafpunkt zu vergeben, wenn gleichzeitig die Punktezahlen insgesamt deutlich gefallen sind, sei zwar hart, soll das Unternehmen aber zur endgültigen Lösung des Problems motivieren. „Ich hoffe, im September gibt es den Strafpunkt nicht mehr - aber das liegt bei Nokia“, so Hojsik.

Unter den neuen Kriterien sind die Bewertungen der meisten Unternehmen gesunken - und das teils um rund drei Punkte. Ausgerechnet Schlusslicht Nintendo konnte sich jedoch auf 0,8 Punkte verbessern, was allerdings nicht als Zeichen großer Anstrengungen zu werten ist. „Nintendo hat erstmals einen Corporate Social Responsibility Report veröffentlicht“, erklärt Hojsik. Dadurch seien diesmal einfach mehr Informationen für die Bewertung des Unternehmens zur Verfügung gestanden. „Wir bemühen uns, mehr Kontakt zu Nintendo bekommen“, meint der Chemieexperte. Das Unternehmen sei wenig kommunikativ und könne daher kaum bewertet werden. „Nintendo könnte sich deutlich mehr engagieren“, ist Hojsik überzeugt.

Sony Ericsson und Sony  „grünste“ Hersteller

Spitzenreiter des Rankings sind diesmal Sony Ericsson und Sony mit jeweils 5,1 Punkten. Beide Unternehmen konnten durch einen vergleichsweise umfassenden Verzicht auf toxische Materialien punkten, zeigen aber, wie schwer hohe Punktezahlen durch die neuen und verschärften Bewertungskriterien des Reports diesmal zu erreichen waren. Greenpeace will, dass die Unternehmen sich ein Rennen um die Erfüllung der Kriterien liefern und so die Punktezahlen wieder in die Höhe getreiben werden. „Wir hoffen bis September auf Bewegung, aber wie viel das sein wird, ist noch schwer abzuschätzen“, meint Hojsik. (pte)

Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Jetzt online spielen!
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2016 krone.at | Impressum