Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
03.12.2016 - 13:11
Foto: Google+/Cecilia Abadie, Google, krone.at-Grafik

Google Glass am Steuer: Frau in USA vor Gericht

04.12.2013, 10:10
Sie ist noch nicht einmal offiziell auf dem Markt, da sorgt Googles Glass bereits für juristischen Ärger in den USA. Eine Autofahrerin muss sich dort nun wegen des Tragens der Datenbrille am Steuer verantworten. Der Prozess gilt als erstes derartiges Verfahren im Zusammenhang mit der Hightech-Brille des Internetkonzerns.

Cecilia Abadie war Ende Oktober auf einer Schnellstraße im kalifornischen San Diego wegen des Tragens der Brille angehalten worden. Im Internet veröffentlichte sie ein Foto des Strafzettels (siehe oben). Ihr wird unter anderem vorgeworfen, durch die Nutzung der internetfähigen Brille abgelenkt gewesen zu sein.

Das Verkehrsrecht verbietet es, während des Fahrens einen Fernseh- oder Videobildschirm im Blick zu haben. Es sei aber unklar, ob dies auch für die Google- Brille gelte, die noch gar nicht erfunden worden sei, als das Gesetz verfasst wurde, argumentierte Abadies Anwalt, William Concidine.

Beschuldigte plädiert auf Freispruch

Die 44- jährige Beschuldigte plädierte am Dienstag vor Gericht auf Freispruch, da die Brille während der Fahrt nicht eingeschaltet gewesen sei. "Die Google- Brille zu tragen, während sie nicht eingeschaltet ist, ist nicht illegal", betonte Concidine.

Die Begründung auf dem Strafzettel hatte Abadie bereits im Herbst als fadenscheinig kritisiert. Zwar könne die Datenbrille Videos anzeigen, sie könne aber ebenso gut als Navigationssystem genutzt werden. Und weil das Bild direkt vor dem Auge erscheine, brauche ein Glass- Nutzer seinen Blick nicht von der Straße abzuwenden, argumentierte sie.

Hinzu kommt, dass Geräte, deren Display für die Navigation genutzt wird, vom Verbot explizit ausgenommen sind. So dürfen Smartphones in Kalifornien etwa sehr wohl in Richtung des Fahrers ausgerichtet und als Navi verwendet werden.

Präzedenzfall für Gerichte

Für die Behörden handelt es sich um juristisches Neuland - schließlich ist die Datenbrille noch gar nicht auf dem Markt, der Kontakt damit entsprechend selten und das Gesetz noch nicht angepasst. Mit Spannung wird daher erwartet, wie in dem Präzedenzfall entschieden wird.

Sollte Abadie verurteilt und damit die Nutzung von Datenbrillen im Auto untersagt werden, könnte dies einen Dämpfer für Google bedeuten. Bisher hat der Internetkonzern nur einige Tausend Exemplare an ausgewählte Testpersonen verteilt, ein konkretes Datum für die Markteinführung gibt es bislang nicht. Gerüchten zufolge könnte es aber bereits Anfang 2014 so weit sein.

04.12.2013, 10:10
AG/red
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Jetzt online spielen!
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2016 krone.at | Impressum