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04.12.2016 - 16:06

Die dümmsten Vorhersagen der PC- Geschichte

17.07.2008, 17:16
Mit Prophezeiungen ist das so eine Sache: Während sie im Moment erstaunen und überzeugend wirken, kommt irgendwann der Tag, an dem ihr Wahrheitsgehalt überprüft werden kann. Nicht selten hat ein Visionär geirrt, prominentestes Beispiel ist Microsoft-Mastermind Bill Gates, der sich wegen des von ihm 2004 verkündeten Ende des Spams Spott und Hohn gefallen lassen muss. Das sind die - im Nachhinein gesehen - dümmsten und witzigsten Vorhersagen der Computer-Geschichte:

Bill und der Spam

2004 weiß Bill Gates, Mitbegründer und bis vor kurzem Chef von Microsoft, auf dem Weltwirtschaftsforum Erfreuliches zu verkünden: "In zwei Jahren wird das Spam- Problem gelöst sein." Dumm nur, dass davon auch 2008 noch keine Rede sein kann. Übrigens nicht die erste Fehleinschätzung Gates': Im Jahr 1987 prophezeite er, OS/2 (das gegen Windows keine Chance hatte) werde das wichtigste Betriebssystem, wenn nicht sogar Programm "aller Zeiten". Und 1983 war Gates der festen Ansicht: "Wir werden niemals ein 32- Bit- Betriebssystem machen."

Alle gegen Apple und die Maus

Apple musste von Anfang an hart um einen Platz auf dem Computermarkt kämpfen. Keine große Hilfe war da zum Beispiel im Jahr 1976 Joe Keenan, damals Präsident von Atari. Als Steve Jobs ihm die Rechte am Apple- Computer verkaufen wollte, lautete Keenans unwirsche Antwort: "Nehmen Sie Ihre Füße von meinem Tisch und verschwinden Sie, Sie Stinker, und wir werden Ihr Produkt nicht kaufen." Acht Jahre später die nächste unerfreuliche Nachricht für Apple: Im "San Francisco Examiner" ließ sich Technikjournalist John C. Dvorak darüber aus, warum der Mac keinen Erfolg auf dem Markt haben würde. "Der Macintosh nutzt ein experimentelles Zeigegerät namens 'Maus'. Es gibt keine Hinweise, dass die Leute dieses Ding nützen wollen. (...) Da scheint es eine mysteriöse Abneigung der Nutzer zu geben", philosophierte Dvorak.

Ein Computer mit nur 1,5 Tonnen

Der erste rein elektronische Großrechner der Welt war der Electronic Numerical Integrator and Computer (ENIAC), der von 1942 bis 1955 für die US- Armee komplizierte Rechenoperationen ausführte. Durch die schiere Größe des Computers ließ sich das Magazin "Popular Mechanics" im März 1949 zu folgender Prophezeiung hinreißen: "Während ein Rechner des ENIAC mit 18.000 Vakuumröhren bestückt ist und 30 Tonnen wiegt, könnten Computer in der Zukunft nur 1.000 Vakuumröhren haben und nur 1,5 Tonnen wiegen." Heimcomputer- Besitzer gäbe es dann wohl nur sehr wenige...

Fünf PCs und 5.000 Kopierer

Dass der PC einen Siegeszug über die ganze Welt antreten würde, wurde von manchen früher, von manchen später erkannt. Seine Meinung musste zum Beispiel Ken Olson, Präsident der Digital Equipment Corporation (einem der Pionierunternehmen der Computerindustrie), revidieren. Er verkündete nämlich 1977: "Es gibt keinen Grund, warum ein einzelner Mensch einen Computer zu Hause haben sollte." Einer ähnlichen Fehleinschätzung unterlag 1943 ausgerechnet der langjährige IBM- Vorsitzende Thomas Watson: "Meiner Meinung nach gibt es weltweit einen Markt für vielleicht fünf Computer." Auch Jahre später hatte IBM nicht viel dazugelernt, 1959 hieß es gegenüber den Gründern von Xerox: "Das Marktpotenzial für Kopierer beträgt höchstens 5.000 Stück."

Das Internet und die Supernova

"Fast alle der vielen Vorhersagen, die jetzt über das Jahr 1996 getroffen werden, sagen das exponentielle Wachstum des Internets voraus. Aber ich sage, dass das Internet sich bald in eine spektakuläre Supernova verwandeln und 1996 katastrophal zusammenbrechen wird", war Robert Metcalfe 1995 überzeugt. Dabei hatte Metcalfe Ende der 1970er- Jahre das Ethernet miterfunden und den Netzwerkhersteller 3Com gegründet.

Modeerscheinung PC: "Wozu ist das gut?"

Wie viele Aufgaben Computer einmal übernehmen würden, hätten sich selbst viele Wirtschaftsexperten nicht träumen lassen. So wusste ein Herausgeber für Computerbücher des Verlags Prentice Hall 1957 zu verkünden: "Ich habe die Länge und Breite dieses Landes bereist und mit den besten Leuten geredet, und ich kann Ihnen versichern, dass Datenverarbeitung eine Modeerscheinung ist, die dieses Jahr nicht überleben wird." Auch Gordon Moore, Mitgründer von Intel, konnte Mitte der 1970er- Jahre nicht viel mit dem Computer anfangen, wie er gerne als Anekdote zum Besten gibt: "Jemand kam zu mir mit einer Idee für etwas, das im Grunde ein PC war. (...) Ich fragte: 'Wozu ist das gut?' Und die einzige Antwort war, dass eine Hausfrau darauf ihre Rezepte behalten könne. Ich persönlich habe nichts Nützliches darin gesehen, also haben wir nie mehr darüber nachgedacht."

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