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07.12.2016 - 16:33
Foto: Andreas Graf

Das Geheimnis von Caps- Lock und Co

29.10.2008, 12:49
Man begegnet ihnen tagtäglich, und dennoch fristen sie ein Schattendasein auf dem Keyboard: Exotische Tasten, von denen kaum einer weiß, welchen Zweck sie wirklich erfüllen. krone.at bringt Licht ins Dunkel und erklärt, wofür Caps-Lock-Taste und Co wirklich zu gebrauchen sind.

Die Caps- Lock- Taste

...oder auch Feststelltaste (über der linken "Shift"- Taste) fällt einem immer dann auf, wenn man beim Schreiben versehentlich drauftippt und sein Gegenüber plötzlich ANSCHREIT. Als Relikt aus Schreibmaschinen- Tagen diente sie einst dazu, den kleinen Finger vor allzu großer mechanischer Kraftanstrengung zu bewahren. In Zeiten von High- Tech- Keyboards wird sie allerdings kaum mehr gebraucht, zumal GROSS geschriebene Wörter - laut "Netiquette" - als äußerst unhöflich empfunden werden.

Die Num- Taste

...klebt rechts über dem Ziffernblock und schaltet diesen ein oder aus. Im aktivierten Zustand darf nach Herzenslust addiert und subtrahiert werden, wenngleich sämtliche Zahlen auch in horizontaler Linie über den Buchstaben angeordnet sind. Wirklich überflüssig wird der Nummernblock aber erst im deaktivierten Zustand: Dann befinden sich hier nämlich eine Reihe von Tasten, die an anderer Stelle bereits auf dem Keyboard zu finden sind. Fazit: Buchhalter und Kassiererinnen haben am Nummernblock ihre Freunde, alle anderen können den rechtesten Teil der Tastatur getrost vergessen.

Die "Bild hoch"- und "Bild runter"- Tasten

...befinden sich über dem Block mit den Cursor- Tasten und bewegen das Bild - richtig geraten - hoch oder runter. Zu Zeiten der DOS- Programmierung, als Mäuse nur in feuchten Keller- Löchern existierten, sicherlich eine lohnende Sache. Mittlerweile besitzt aber so gut wie jede Maus ein eigenes Scrollrad, mit dem sich bequem von oben nach unten und wieder zurück scrollen lässt.

Die "Pos1"- und "Ende"- Tasten
...befinden sich links neben den "Bild hoch/runter"- Tasten und erfüllen durchaus einen sinnvollen Zweck, werden aber in der Praxis nur selten gebraucht. In Kombination mit der "Strg"- Taste springt man entweder an den Anfang oder das Ende eines Textdokuments. Das macht vor allem bei seitenlangen Texten sind, bei denen ein Scrollen ungleich länger dauern würde. Stellt sich nur die Frage, warum man ständig zwischen erstem und letzten Satz hin und her springen sollte und warum es zum Beispiel keine Taste für die Mitte des Textes gibt.

Die "Pause"- Taste

...befindet sich rechts oben im Eck der Tastatur und ist sicherlich die mit Abstand überflüssigste Taste. Zu DOS- Zeiten wurden damit Anwendungen gestoppt oder vorzeitig abgebrochen. Unter Windows erfüllt sie nur noch einen einzigen Zweck: In Kombination mit der "Windows"- Taste (zwischen "Strg" und "Alt), mit der man sonst das Startmenü aufruft, lassen sich die Systemeigenschaften öffnen.

Die "Rollen"- Taste

...befindet sich neben der "Pause"- Taste und wurde ursprünglich im DOS- Modus dazu verwendet, um bei Drücken der Pfeiltasten nicht den Cursor durch den Text bewegen zu müssen, sondern stattdessen den sichtbaren Bildausschnitt auf und ab zu bewegen. Der Cursor blieb also an der Stelle, wo man zuletzt getippt hatte. In Zeiten von Scrollrädern und Bildlaufleisten kann darauf jedoch getrost verzichtet werden.

Die "S- Abf"- Taste

...steht für Systemabfrage und liegt als Alternativfunktion auf der Taste "Druck". Ursprünglich bewirkte die Taste das Zurücksetzen der Tastatur oder das Wechseln von einer Sitzung zur nächsten. In Windows lässt sich in Kombination mit der "Alt"- Taste das aktive Fenster in die Zwischenablage übertragen. Ohne die "Alt"- Kombination wird ein Screenshot angefertigt, also das Bild des gesamten Bildschirms in die Zwischenablage gespeichert. Durch "Einfügen" ("Strg" + V) kann das Bild dann beispielsweise in eine Bildbearbeitungssoftware übertragen werden.

Die "Kontextmenü"- Taste

...fristet zwischen der rechten "Windows"- und der "Strg"- Taste ein Schattendasein. Wie der Name bereits erahnen lässt, öffnet sich durch einen Druck darauf ein Kontextmenü. Den selben Effekt erzielt man allerdings mit einem Klick auf die rechte Maustaste. Somit macht die Taste nur dann Sinn, wenn die Maus mal wieder streikt.

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