Tatort U-Bahn

Schwarzafrikaner attackiert und brutal verprügelt

Österreich
30.04.2009 14:37
Szenen roher Gewalt haben sich - wie erst jetzt bekannt wurde - am 4. März in einem U-Bahn-Waggon der Linie U4 in Wien abgespielt. Gegen 21.30 Uhr betraten sechs Männer am Wiener Karlsplatz die Garnitur, kreisten einen dort sitzenden Schwarzafrikaner aus Ghana ein und verlangten Suchtgift. Der 27-Jährige erklärte, dass er kein Dealer sei. Doch kaum hatte der Mann seinen Satz vollendet, kassierte er bereits einen Schlag gegen den Kopf und wurde daraufhin von der Bande mit Faustschlägen und Fußtritten äußerst brutal verprügelt.

Das Opfer erlitt durch die Attacken neben einer Schädel- und Brustkorbprellung auch eine Zerrung der Halswirbelsäule und eine Rissquetschwunde an der Oberlippe.

Ein Verdächtiger ausgeforscht
Der Polizei ist es zwar durch kriminalistische Kleinarbeit gelungen, einen der Verdächtigen auszuforschen, aber der 21-jährige Tschetschene "schweigt und erzählt uns nichts über seine Komplizen", so ein zuständiger Ermittler.

Auch Nachforschungen im Umfeld des Verdächtigen verliefen bisher ergebnislos. Deshalb habe man sich entschlossen, jene Bilder der übrigen fünf Tatverdächtigen, die von den Überwachungskameras in dem Waggon stammen, zu veröffentlichen.

Motiv für Angriff liegt völlig im Dunkeln
Über die Hintergründe könne man nur spekulieren. Fix ist laut Landeskriminalamt lediglich, dass die sechs Angreifer offenbar Drogen gesucht haben. Möglicherweise wollten sie ihr Opfer ausrauben. Dagegen spricht aber, dass der 27-Jährige nicht durchsucht wurde, nachdem ihn die Täter niedergeschlagen hatten.

Die Polizei bittet nun um sachdienliche Hinweise an den Journaldienst des Landeskriminalamtes Wien unter der Telefonnummer 31310-33290.

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