Do, 14. Dezember 2017

Verkehr lahmgelegt

22.06.2017 08:50

Kroatische Taxifahrer protestierten gegen Uber

Taxifahrer aus ganz Kroatien haben am Mittwoch in der Hauptstadt Zagreb gegen den Fahrdienst Uber protestiert. Mehrere hundert Taxis legten am Morgen den Verkehr an einer der Zagreber Hauptstraßen lahm. Die Fahrer beklagen, dass Uber seine Fahrdienste illegal anbiete. Die Regierung bereitet unterdessen eine Liberalisierung des Marktes vor.

Früheren Berichten zufolge plant das Verkehrsministerium eine Liberalisierung des Marktes. Ziel sei es, den Erwerb von Lizenzen zu erleichtern und gleiche Bedingungen für all diejenigen zu schaffen, die sich mit der Beförderung von Fahrgästen beschäftigen. Entsprechende Gesetzesänderungen wurden für Herbst angekündigt.

Bevor es soweit ist, werden Uber-Fahrer verstärkt von den Behörden kontrolliert. Bisher wurden Kroatiens Premier Andrej Plenkovic zufolge mehr als 170 Inspektionen durchgeführt, Geldstrafen von 5,2 Millionen Kuna (rund 703.000 Euro) verhängt sowie elf Autos beschlagnahmt.

Kroatische Taxler haben bereits mehrfach gegen Uber protestiert. Die Bürger, die von den günstigeren Preisen des Fahrdienstes profitieren, haben hingegen weniger Verständnis für den Protest, berichteten Medien mit Bezug auf Kommentare in sozialen Netzwerken. Unterdessen werden in Zagreb Uber-Fahrer immer wieder von anderen Taxifahrern angegriffen, weshalb das Unternehmen bereits einen Sicherheitsdienst engagieren musste.

Kroatien zählt für Uber zu den am schnellsten wachsenden Märkten. Neben der Hauptstadt Zagreb ist der Dienst auch in den touristischen Küstenstädten wie Split und Dubrovnik tätig. Demnächst möchte das Unternehmen in Dalmatien auch einen Bootsdienst starten.

 krone.at
Redaktion
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