Di, 21. November 2017

Kein schwarzes Schaf

29.05.2017 10:57

Beschwerden über Mobilfunker stark rückläufig

2016 war für Mobilfunkkunden ein gutes Jahr: Die Anzahl der Schlichtungsverfahren im Bereich Telekommunikation und Medien ist neuerlich stark gesunken. In vier von fünf Streitfällen zwischen Betreibern und Kunden werde eine befriedigende Lösung gefunden, so Telekom-Regulator Johannes Gungl am Montag.

"Wir haben im Telekommunikationsbereich die Beschwerden auf historischem Tiefststand", zog Gungl bei einer Pressekonferenz in Wien Bilanz über die RTR-Schlichtungstätigkeit im vergangenen Jahr. Die Gesamtzahl der Verfahren bei Telekommunikation und Medien ist gegenüber dem Vorjahr von 2409 auf 1996 gesunken, mehr als 85 Prozent der Beschwerden betreffen den Mobilfunk.

Auch die in der Vergangenheit häufigen Beschwerden im Zusammenhang mit Diensten von Dritten, die per Handy bezahlt wurden (Kauf von Klingentönen, Abos usw.) seien stark zurückgegangen, berichtete Gungl. "Wir haben laut Telekommunikationsgesetz zwar eine Verordnungsermächtigung, die wir nutzen könnten, um diesen Bereich zu regulieren. Aus unserer Sicht ist derzeit hier kein Bedarf gegen, weil die Beschwerden deutlich rückläufig sind."

"Es gibt keine schwarzen Schafe mehr"
Die früher sehr starke Divergenz zwischen Beschwerdeanzahl und Marktanteil der betroffenen Unternehmen nähere sich immer mehr an, sagte Gungl. "Es gibt keine schwarzen Schafe mehr, es haben alle Betreiber eine sehr positive Entwicklung vorzuweisen." Über das Entgelt wird viel weniger gestritten als früher. "Das ist nicht verwunderlich, wenn Sie daran denken, dass heutzutage ein Mobilfunkvertrag zum überwiegenden Teil aus einer Flatrate besteht."

Im Vordergrund stehen heute eher Streitigkeiten im Zusammenhang mit der Kündigungsfrist, über die zugesagte und tatsächlich erreichte Internetgeschwindigkeit, über Mindestvertragsdauern und Vertragsverlängerungen."

Nur beim Fernsehanbieter Sky haben die Beschwerden etwas zugenommen. Hier komme es vor, dass Programme nicht mehr verfügbar sind oder dass es Kompatibilitätsprobleme mit dem Receiver gibt.

 krone.at
Redaktion
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