Sa, 16. Dezember 2017

3 neue Geräte

23.05.2017 15:49

Matebooks: Huawei geht unter die Laptop-Hersteller

Der chinesische Telekom-Riese Huawei war bislang vor allem für Netzwerktechnik und Smartphones bekannt. Jetzt nimmt er den umkämpften Markt für Notebooks ins Visier. Mit seinem Matebook hat der Konzern vor rund einem Jahr bereits einen Testballon steigen lassen, jetzt legt man mit gleich drei neuen Geräten nach: einem Tastatur-Tablet, einem Ultrabook und einem Multimedia-Notebook mit Windows 10.

Huawei bleibt bei seinen Neuheiten der Marke "Matebook" - hier finden Sie den Test zum Erstlingswerk - treu. Unter den Namen Matebook E, Matebook X und Matebook D bringen die Chinesen drei neue Modelle auf den Markt. Das E-Modell ist wie sein Vorgänger ein 2-in-1-Gerät, das aus einem Windows-Tablet mit Tastatur-Cover besteht. Das X-Modell ist ein klassisches Ultrabook mit aktueller Intel-Technik und beim D-Modell handelt es sich um ein Multimedia-Notebook.

Wieso steigt Huawei überhaupt in den umkämpften und seit Jahren schrumpfenden PC-Markt ein? Laut Manager Richard Yu sei das Ziel, den Kunden alle mobilen Technologien aus einer Hand liefern zu können - und dazu brauche es neben Smartphones und Tablets nun einmal auch Notebooks.

Matebook X: Schlankes Metall-Ultrabook
Das Matebook X ist ein schlankes Ultrabook mit 12,5 Millimeter dünnem 1,05-Kilo-Metallgehäuse und extradünnem Rahmen um das 3:2-Display im 13-Zoll-Format. Die Bildschirmauflösung beläuft sich auf 2160 x 1440 Pixel, Huawei verspricht mit 100 Prozent sRGB-Abdeckung eine hohe Farbtreue. Beim Prozessor hat man die Wahl zwischen einem Core i5- oder i7-Chip aus der aktuellen "Kaby Lake"-Generation und verschiedenen RAM-Ausstattungen.

Interessantes Detail: Beim passiven Kühlsystem will Huawei Anleihen aus der Raumfahrtindustrie genommen haben. Eine Kooperation mit Dolby soll zudem für guten Sound sorgen. Die Akkulaufzeit - geladen wird via USB-C - beziffert Huawei mit rund zehn Stunden. Verfügbare Farbvarianten: Gold, Rotgold und Grau. Das Matebook X kostet ab 1400 Euro und soll im Sommer nach Österreich kommen.

Beim ersten Kurztest bei der Enthüllung der Neuheiten in Berlin hinterließ das X-Modell einen guten ersten Eindruck. Das Metallgehäuse ist hinreichend steif und sauber verarbeitet, das Display überzeugt mit hoher Schärfe und guter seitlicher Ablesbarkeit. Die Anschlussausstattung ist durch das äußerst dünne Chassis überschaubar: Mit nur zwei USB-C-Anschlüssen ist die Mitnahme eines Port Replicators unumgänglich.

Matebook D: Multimedia-Notebook im Alu-Chassis
Huaweis erstes Multimedia-Notebook kommt mit 15,6 Zoll Diagonale und Full-HD-Auflösung. Das 1,7 Zentimeter dünne 1,9-Kilo-Gehäuse besteht teilweise aus Metall, bei der CPU hat man die Wahl zwischen aktueller Core i5- oder i7-Technologie. Der RAM (DDR4) ist bis zu 16 Gigabyte groß, Daten landen auf bis zu 256 Gigabyte SSD- und einem Terabyte HDD-Speicher.

Mit einer mobilen Nvidia GTX-940-Grafiklösung bietet das Matebook D etwas mehr Grafik-Power als Notebooks mit Onboard-Grafik. Huawei spricht von bis zu zehn Stunden Akkulaufzeit. Verfügbare Farben: Gold, Grau und Hellblau. Ein Marktstart in Österreich ist noch nicht geplant.

Erster Eindruck: Für ein 15,6-Zoll-Notebook erfreulich kompakt und leicht. Das Gehäuse macht einen sauber verarbeiteten Eindruck, wirkte im Kurztest aber nicht ganz so hochwertig wie jenes des X-Modells. Das matte Display könnte für unseren Geschmack etwas heller sein.

Matebook E: Windows-Tablet mit Tastatur-Cover
Beim Matebook E handelt es sich um die Neuauflage des ersten Matebook. Das Gerät kommt mit 12-Zoll-Display und 2160 mal 1440 Pixeln Auflösung. Beim Prozessor setzt man auf stromsparende Core-i5-Y-Technologie. Ein Eingabestift mit 2048 Druckstufen und eingebautem Laserpointer liegt bei. Getippt wird auf einem neuen Tastatur-Cover, bei dem diesmal der Winkel des Tablets verstellt werden kann. Die Akkulaufzeit beziffert Huawei mit bis zu 9,5 Stunden. Verfügbare Farben: Grau und Gold. Preis: von 1000 bis 1300 Euro. Marktstart in Österreich ist im Sommer geplant.

Erster Eindruck: Sauber verarbeitetes Tablet mit steifem Metallgehäuse, funktionales Tastatur-Cover mit recht geringem Tastenhub. Das Display ist angenehm scharf, bietet viel Platz zum Arbeiten und ist angenehm hell. Für Draußen ist es wohl trotzdem nur bedingt geeignet - der Touchscreen spiegelt bei hellem Umgebungslicht sichtbar. Dass das Tablet nun in variablem Winkel aufgestellt werden kann, ist gegenüber dem Vorgängermodell ein echter Fortschritt.

Dominik Erlinger
Redakteur
Dominik Erlinger
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