Mi, 13. Dezember 2017

Albträume vermeiden

02.02.2017 11:04

Welche Filme für den Nachwuchs geeignet sind

Die Jugendmedienkommission, kurz JMK, hilft mit ihrem Service in der oft unübersichtlichen, weitläufigen und vielschichtigen Welt des Filmbiz. Welcher Streifen ist für welches Alter geeignet?

Wir wissen selbst nur zu gut, dass Movies auch Ängste schüren können. Die JMK versteht sich als Serviceeinrichtung für Eltern, Pädagogen und heranwachsende Medienkonsumenten.

Prädikat: sehr empfehlenswert  
Die aus 35 Mitgliedern, davon acht Vorsitzenden, bestehende Kommission sichtet im Schnitt drei bis vier Filme pro Woche im Wiener Haydn-Kino. Dabei werden, möglichst unbeeinflusst von anderen Einstufungen, die Filme hinsichtlich folgender Kriterien beurteilt:

  • Körperliche Gesundheit: Wie wirken sich Filmlänge, visuelle und auditive Reize aus
  • Psychische und emotionale Entwicklung: Löst der Film Ängste oder Schock aus?
  • Geistig-kognitive Entwicklung: Wie verständlich ist der Film hinsichtlich Handlung und Rollenbildern?
  • Umgang mit religiösen Werten
  • Sozial-ethische und moralische Entwicklung: In welcher Weise werden gesellschaftliche Regeln dargestellt?
  • Darstellung politischer und ethischer Positionen.

Österreich hat mit Zwei-Jahres-Schritten eine feinere Abstufung als dieselben Filme in Deutschland, wo nur zwischen 0, 6, 12 und 16 Jahren differenziert wird.

Welche Filme die JMK Welche Filme die JMK besonders hervorhebt, kann in der Datenbank der Jugendmedienkommission abgerufen werden.

Kommentar von Eltern-Kids-Coach Nina Petz
Meine Tochter (10) hat bei einer Übernachtungsparty bei einer Freundin einen Horrorfilm gesehen. Seitdem hat sie nachts fürchterliche Angst.

Das Allerwichtigste ist jetzt: Stehen Sie Ihrer Tochter bei, und helfen Sie ihr, die Angst zu überwinden! Bitte keine "schlauen" Sätze oder Belehrungen, wie "Ich habe dir doch immer gesagt, diese Filme sind nichts für dich". Zurückspulen klappt jetzt nicht mehr, und was Ihr Nachwuchs nun braucht, sind verständnisvolle und starke Eltern. Reden Sie daher mit Ihrer Tochter über das Gesehene, und besprechen Sie: Was genau macht ihr Panik? Aber auch: Wie werden Horrorfilme gemacht? Nehmen Sie sich in den nächsten Wochen dazu viel Zeit für ein gemeinsames Abendritual. Lesen Sie gemeinsam eine schöne Geschichte, und "verabschieden" Sie abschließend noch symbolisch alle "Angstgedanken", "bösen Träume" und "Geister". Oft hilft es auch, das Licht länger brennen zu lassen oder wenn Sie das Einschlafen Ihrer Tochter begleiten. Klären Sie auch mit den Eltern der Freundin, wie es dazu kam, dass die Kinder diesen Horrorfilm sehen konnten. Stellen Sie sicher, dass dies nicht wieder passiert.

Sie haben Fragen rund ums Thema Erziehung? Dann senden Sie uns Ihre Anfrage per Mail an erziehung@kronenzeitung.at oder per Post an Muthgasse 2, 1190 Wien (Kennwort: Erziehung).

Susanne Zita, Kronen Zeitung

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