Mo, 20. November 2017

Krisenstimmung

06.10.2016 17:37

Wenn Probleme im Job die Beziehung belasten

Stress im Job gehört dazu, und es ist klar, dass man darüber in einer Partnerschaft auch spricht. Werden aus Stress allerdings handfeste berufliche Probleme, belasten diese die Beziehung meist sehr. Der betroffene Partner verändert sich, man streitet viel. Was Sie dagegen tun können, erfahren Sie hier.

Zuhören
Die wichtigste Basis für sämtliche Probleme einer Beziehung ist es, einander zuzuhören und miteinander sprechen zu können. Haben Sie das Gefühl, etwas beschäftigt Ihren Partner, sprechen Sie ihn bzw. sie darauf an. Gibt es Stress mit Kollegen, Probleme mit dem Chef, Angst vor Jobverlust - ein offenes Ohr zu Hause, bei dem man Dampf ablassen oder auch mal eine Träne vergießen kann, hilft da schon sehr.

Natürlich sind damit nicht alle Probleme gelöst. Denn die Anspannung im beruflichen Bereich überträgt sich auch auf den Umgang untereinander bzw. mit der Familie. Schnell ist man gereizt, wird laut und beginnt zu streiten. Wissen Sie, dass es ein Problem gibt, zeigen Sie sich nachgiebig und verständnisvoll. Auch sollten Sie Ihren Partner von seinen bzw. ihren familiären Pflichten weitestgehend entlasten. Sonst wird unter dem Druck einer Doppelbelastung alles nur noch schlimmer. Das bedeutet keinesfalls, alles kommentarlos zu schlucken und sich alle Launen des Partners gefallen zu lassen. Aber es bedeutet, nicht jedes Wort auf die Goldwaage zu legen und Diskussionen schneller abzuhaken. Wird es Ihnen zu viel, machen Sie Ihren Partner darauf aufmerksam, dass Sie unter seinem bzw. ihrem Verhalten leiden und fragen Sie, wie Sie ihm bzw. ihr helfen können. Zeigen Sie Verständnis, aber zeigen Sie genauso Grenzen auf, ab wo Sie sich nicht mehr wohlfühlen.

Lösungen suchen
Wenn Ihr Partner demgegenüber aufgeschlossen ist, äußern Sie Lösungsvorschläge für das berufliche Problem. Und seien Sie verständnisvoll, wenn der Job Ihren Partner gerade mehr fordert als normalerweise. Dazu gehört auch, Überstunden zu akzeptieren, ohne den Partner unter Druck zu setzen oder eines Seitensprungs zu verdächtigen. Die Angst vor dem Jobverlust führt oft dazu, dass man mehr Zeit in der Firma verbringt. Ihr Partner tut das nun nicht zuletzt deshalb, weil er bzw. sie Ihre finanzielle Situation bewahren möchte.

Mut machen
Durch berufliche Probleme wird sehr oft auch der eigene Selbstwert angekratzt. Man fühlt sich unfähig, ungebraucht, abgelehnt - vermitteln Sie Ihrem Partner nun das gleiche Gefühl, kommt zur beruflichen sehr schnell auch die private Krise. Helfen Sie Ihrem Partner dabei, sein bzw. ihr Licht nicht unter den Scheffel zu stellen. Erarbeiten Sie gemeinsam ein Stärken-Schwächen-Profil und überlegen Sie, wie die Weichen für die berufliche Zukunft gestellt werden können. Sie können Ihren Partner auch durch das Suchen von Jobanzeigen unterstützen und ihn ermutigen, sich zu bewerben. Die Bewerbungen können Sie korrekturlesen, wenn er oder sie das möchte, und so dabei mithelfen, dass das Ergebnis sehr gut wird.

Ausgleich verschaffen
Kreisen die Gedanken immer um das gleiche Thema, schlägt sich das auf die Stimmung und drückt das Wohlbefinden zusätzlich. Sorgen Sie dafür, dass Sie auch unbeschwerte Zeit miteinander verbringen können, in der Ihr Partner abgelenkt ist und seinen Kopf frei bekommt. Besonders geeignet sind Aktivitäten im Freien, die mit Bewegung verbunden sind: Laufen, Radfahren, Spazierengehen.

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