Mo, 19. Februar 2018

Prozess in USA

14.07.2016 14:10

Cyberspionage: Chinese zu Haftstrafe verurteilt

Wegen Cyberspionage bei Rüstungsfirmen ist ein Chinese in den USA zu drei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden. Der 51-jährige Su Bin muss außerdem 10.000 Dollar (9.000 Euro) Strafe zahlen, wie ein Gericht in Los Angeles am Mittwoch entschied.

Su hatte im März zugegeben, dass er sich gemeinsam mit zwei chinesischen Militärs geheime Dokumente verschafft und diese nach China übermittelt hatte. Gerichtsunterlagen zufolge gelang es den drei chinesischen Spionen, sensible Informationen von den Rüstungsfirmen zu erbeuten.

Su, auch unter den Namen Stephen Su und Stephen Subin bekannt, hatte nach eigenen Angaben unter anderem versucht, via Internet beim US-Konzern Boeing Baupläne für Kampfjets und militärische Transportflieger zu stehlen.

Spion in China als Held gefeiert
In China stießen die Aktivitäten des Spions auf große Zustimmung. In Staatsmedien wurde er als Held dargestellt. "Wir möchten unsere Dankbarkeit und unseren Respekt ausdrücken für die Verdienste um unser Land", schrieb die Zeitung "Global Times" im März.

Vorwürfe der Cyberspionage sorgen zwischen den USA und China immer wieder für Streit. Washington beschuldigt Peking, hinter Hackerangriffen auf die US-Industrie zu stehen.

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