So, 17. Dezember 2017

SOS-Tipps

14.08.2015 12:14

So reagieren Sie bei Wespenstichen richtig

Ein gemütliches Frühstück am Balkon oder ein Grillabend auf der Terrasse locken im Sommer oft unliebsame Gäste an. Einen Moment nicht aufgepasst - und schon stechen die gelb-schwarzen Insekten zu. Vorsicht ist geboten, denn ein Wespenstich kann nicht nur schmerzhaft, sondern sogar lebensgefährlich sein. Wir haben Tipps, wie Sie sich schützen, und verraten Ihnen, was Sie tun können, sollten Sie doch gestochen werden.

Die sicherste Maßnahme gegen einen Wespenstich ist, Wespen erst gar nicht anzulocken. Getränke und Speisen sollten Sie im Freien jetzt stets abdecken. Passen Sie beim Essen zudem auf, ob sich nicht gerade eine Wespe auf Ihren Bissen gesetzt hat. Trinken Sie jetzt lieber aus Gläsern oder durchsichtigen Flaschen, so sehen Sie, ob sich eine Wespe bereits darin verirrt hat. Achten Sie auch auf Ihre Kinder: Haben diese sich beim Essen bekleckert, wischen Sie die Flecken auf Kleidung oder im Gesicht so schnell wie möglich weg.

Auch süße Parfüms oder Haarspray locken die lästigen Insekten an. Steuert Sie eine Wespe an, versuchen Sie möglichst nicht zu fuchteln oder nach ihr zu schlagen. Das alarmiert das Tier und macht es angriffslustiger. Auch Schweiß und Angstgefühle wirken auf Wespen wie Alarmstoffe.

Was tun bei einem Wespenstich?
Hat die Wespe trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zugestochen, prüfen Sie zuerst, ob der Stachel noch in der Wunde steckt. Im Gegensatz zu Bienen hinterlassen Wespen zwar normalerweise keinen Stachel, in Einzelfällen kommt es aber dennoch vor. Entfernen Sie ihn schnell und äußerst vorsichtig.

Kühlen und desinfizieren Sie anschließend die Wunde. Speichel neutralisiert beispielsweise das Gift, aber auch Zwiebel- oder Zitronenscheiben bringen etwas Linderung. Legen Sie Eiswürfel zur Kühlung gleich nach dem Stich lieber nicht direkt auf die Wunde, sondern wickeln Sie sie besser in ein Geschirrtuch. Die betroffene Körperpartie sollte zudem ruhig gehalten und möglichst hoch gelagert werden.

Vorsicht bei Allergie!
In der Regel lassen die Beschwerden nach ein bis drei Tagen nach. Für Allergiker kann ein Wespenstich jedoch schnell lebensbedrohlich werden. Statt nach einer Weile wieder abzuschwellen, kann der Stich Hautrötung, Hitzegefühl, geschwollene Augen und Zunge, Nesselsucht bis hin zu Blutdruckabfall, Herzrasen, Atemnot oder sogar einen allergischen Schock auslösen. Im schlimmsten Fall kann der Wespenstich sogar tödlich enden. Wissen Sie, dass Sie allergisch auf Wespenstiche reagieren, sollten Sie ein Notfallset jederzeit bei sich tragen.

Allein in Österreich sind 80.000 Menschen gegen Wespenstiche allergisch, viele merken dies aber erst, wenn sie zum ersten Mal gestochen werden. Treten erste Anzeichen für eine Insektengiftallergie auf, suchen Sie umgehend einen Arzt auf, der mittels Bluttest eine Allergie feststellen und entsprechend reagieren kann. Bei Atemnot, Herzrasen oder allergischem Schock zögern Sie nicht lange und rufen Sie den Notarzt. Schnelles Handeln kann Leben retten!

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