Di, 12. Dezember 2017

Telematik-Lücke

12.08.2015 16:49

Hacker schalteten Corvette-Bremsen per Handy ab

IT-Sicherheitsforschern ist es offenbar gelungen, die Bremsen eines Corvette-Sportwagens mit einem Smartphone abzuschalten. Sie hätten dazu eine Schwachstelle im Telematik-Gerät einer US-Versicherung genutzt, erzählten die Experten dem US-Magazin "Wired". Solche kleinen Boxen mit Funkverbindung werden eingesetzt, um die Versicherungstarife an die Fahrweise anzupassen.

Die Forscher von der University of California in San Diego schafften es demnach, sich mithilfe präparierter SMS-Nachrichten an das Gerät Zugang zu einigen Fahrzeug-Funktionen zu verschaffen.

Forscher konnten Bremsen abschalten
So hätten sie die Scheibenwischer bedienen und - wenn auch nur bei geringer Geschwindigkeit - die Bremsen aus- und wieder einschalten können. Bei höherem Tempo griffen Einschränkungen bei automatisierten Funktionen des Fahrzeug-Systems.

Die von den Experten unterrichtete Versicherung Metromile stopfte umgehend die Lücke in den Geräten, wie ihr Chef Dan Preston "Wired" sagte. Mit der Telematik ausgestattete Fahrzeuge sollten also mittlerweile nicht mehr angreifbar sein.

Autos immer öfter anfällig für Cyberangriffe
In den vergangenen Wochen hatte es eine Serie aufsehenerregender Auto-Hacks gegeben. So musste Fiat Chrysler in den USA die Software von 1,4 Millionen Jeep-Fahrzeugen aktualisieren, weil Hacker über eine Sicherheitslücke im Unterhaltungssystem des Wagens bis zur Steuerung des Fahrzeugs vordringen konnten.

Andere Forscher demonstrierten, wie sie über ein OnStar-Digitalradio von GM ein Fahrzeug aufschließen oder starten konnten. Weiteren Experten gelang es, einen Tesla-Elektrowagen während der Fahrt auszuschalten.

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