Di, 21. November 2017

5 Jahre Haft drohen

06.03.2015 10:23

Facebook-Post brachte US-Bürger in arabischen Häfn

Ein US-amerikanischer Hubschraubermechaniker sitzt in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten in Haft, weil er bei einem Heimaturlaub in den USA in einem Facebook-Posting über seinen arabischen Arbeitgeber geschimpft hat. Der Mann wurde sofort nach seiner Rückkehr in den Golfstaat zur Polizei zitiert und muss sich nun vor Gericht verantworten. Ihm drohen fünf Jahre Haft in einem arabischen Gefängnis.

Zwischen Ryan Pate aus Florida und dem arabischen Unternehmen Global Aerospace Logistics (Gal), für das er zuletzt arbeitete, gab es einem Bericht der britischen TV-Anstalt BBC zufolge Streit. Pate bat seinen Arbeitgeber, seinen Heimaturlaub zu verlängern, da ihn eine Rückenverletzung plagte und er deshalb einen Arzt aufsuchen wollte. Der Arbeitgeber aus dem Nahen Osten gewährte den Krankenstand nicht und forderte Pates fristgerechte Rückkehr nach Abu Dhabi.

Amerikaner wollte kündigen und wurde verhaftet
Der Amerikaner geriet in Rage und ließ seinen Frust über den Arbeitgeber auf Facebook ab. Er nannte die Gal-Mitarbeiter "Kameradenschweine", warnte Facebook-Freunde davor, für Gal zu arbeiten, und äußerte sich abfällig über das Leben und die Menschen in der Region. Nachdem er auf Facebook gegen Gal gewettert hatte, trat Pate die Rückreise nach Abu Dhabi an – um zu kündigen.

Kurz nach der Landung wurde der Hubschraubermechaniker von der Polizei vorgeladen. Die Behörden zeigten ihm Screenshots seiner Facebook-Schimpftirade, die vom Arbeitgeber an die Polizei weitergeleitet worden waren. Die strengen Gesetze gegen Online-Verleumdung, die in dem Wüstenstaat seit Ende 2012 gelten, wurden Pate schließlich zum Verhängnis. In einem arabischen Gefängnis wartet er nun auf seinen Prozess am 17. März. Bei einem Schuldspruch drohen ihm fünf Jahre Haft und eine hohe Geldstrafe.

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