Di, 17. Oktober 2017

"Aggressive Praktik"

10.11.2014 08:56

Zulieferer GT wirft Apple „Lockvogel“-Stategie vor

Der insolvente Apple-Zulieferer GT Advanced Technologies hat sich vor einem US-Konkursgericht über aggressive Geschäftspraktiken des iPhone-Herstellers beklagt. Apple habe die ursprüngliche Vereinbarung mit dem Produzenten von Saphirglas später massiv zu dessen Ungunsten abgeändert, erklärte der operative Vorstand von GT, Daniel Squiller.

In am Freitag veröffentlichten Unterlagen sprach Squiller von einer "klassischen Lockvogel-Strategie". Sein Unternehmen habe zu diesem Zeitpunkt keine Möglichkeit mehr gehabt, sich nach anderen Kunden umzuschauen. Apple wies die Vorwürfe in einem weiteren Schriftstück als "skandalös und diffamierend" zurück.

Überraschend Konkurs angemeldet
GT hatte Anfang Oktober überraschend Konkurs angemeldet. Eigentlich sollte die Firma Saphirglas exklusiv für den kalifornischen Konzern herstellen, der die Bauteile etwa für iPhones hätte verwenden können.

Zwar haben sich die beiden Unternehmen inzwischen auf ein Ende ihrer Geschäftsbeziehung geeinigt und Vertraulichkeit vereinbart. Der für den GT-Konkurs zuständige Richter lehnte jedoch einen Antrag ab, die Gerichtdokumente unter Verschluss zu halten.

Zum Schweigen verpflichtet
Apple hält allgemein geheim, wie die eigenen Produkte entstehen und woher die Bauteile kommen. Viele Zulieferer müssen Schweigeverpflichtungen unterschreiben.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden