Di, 17. Oktober 2017

Lernt vom Nutzer

30.10.2014 10:12

Microsoft bringt Sensor-gespicktes smartes Armband

Als letzter großer Mobilbetriebssystem-Hersteller wagt sich nun auch Microsoft ins Geschäft mit sogenannten Wearables, also wahrlich tragbaren Computern, vor. Und das Erstlingswerk des Redmonder Softwarekonzerns ist durchaus interessant geworden: Das Microsoft Band verfügt über mehr Sensoren als die meisten anderen Fitness-Bänder, bietet Benachrichtigungsfunktionen und verfügt sogar über eine Anwendung, die an den Nutzer angepasste Trainingspläne bereitstellt.

Das Microsoft Band soll 200 Dollar kosten und in den USA schon bald auf den Markt kommen, berichtet das IT-Portal "PC World". Europa muss sich vorerst gedulden. Das Gerät ist mit Sensoren gespickt, wie kein zweiter Fitness-Tracker: Neben einem GPS-Modul sind auch ein daueraktiver Pulsmesser, ein UV-Sensor, ein Beschleunigungssensor, ein Hauttemperatur-Sensor, ein Umgebungslichtsensor, ein galvanischer Hautsensor sowie ein kapazitiver Sensor an Bord.

Zwei Tage Betrieb mit einer Akkuladung
Mit einer Akkuladung soll das Microsoft Band immerhin zwei Tage durchhalten. Das TFT-Display des Gadgets bietet eine Auflösung von 329 mal 106 Pixeln und wird verwendet, um Benachrichtigungen anzuzeigen. Geht es nach Microsoft, soll das smarte Armband den ganzen Tag getragen werden. Die gewonnenen Daten über Aktivität und Schlaf werden nicht nur statistisch ausgewertet, sondern auch an eine Spezialsoftware geschickt, die man am ehesten als persönlichen Fitness-Coach beschreiben kann.

Diese "Intelligence Engine" sei eng mit Microsofts Sprachassistent Cortana verzahnt und in der Lage, auf Basis des Verhaltens des Nutzers auf ihn abgestimmte Vorschläge für mehr Fitness zu geben. "Stellen Sie sich vor, Sie setzen sich als Teil Ihres Trainingsplans das Ziel, fit zu werden und Gewicht zu verlieren. Auf Basis Ihrer Verbrennungsrate und der im Laufe einer Woche erledigten Übungen können wir schon recht bald automatisch einen auf Sie zugeschnittenen Trainingsplan vorlegen", erklärt Microsoft-Manager Zulfi Alam. Anschließend werde der Fortschritt des Nutzers verfolgt und der Trainingsplan gegebenenfalls adaptiert, verspricht Microsoft.

Microsoft verspricht erstes lernfähiges Wearable
Dieses Vom-Nutzer-Lernen unterscheide das Microsoft Band von den Konkurrenzprodukten, die Google bereits anbietet und Apple nächstes Jahr auf den Markt bringen will, heißt es. Läuft alles nach Plan, soll Microsofts erstes Wearable nicht einfach nur Statistiken zum eigenen Tagesablauf liefern, sondern tatsächlich bei der Tagesplanung helfen und nebenbei die wichtigsten Smartwatch-Funktionen – Benachrichtigungen, Kommunikation mit dem Sprachassistenten des Smartphones und natürlich das Anzeigen der Uhrzeit – mitbringen.

Überraschenderweise kündigte Microsoft an, dass sein Aktivitäts-Tracker nicht nur mit Windows Phone 8.1, sondern auch mit iPhones mit iOS 7.1 oder neuer und mit Android-Geräten mit Version 4.3 oder kompatibel sein wird. Entsprechende Apps für das Microsoft Band will Microsoft für alle drei Systeme veröffentlichen. App-Entwicklern will man eine Programmierschnittstelle anbieten, um Anwendungen für das Microsoft Band zu entwickeln. Die größte Schwachstelle des 200-Dollar-Wearables: Es ist offenbar nicht wasserdicht, sondern nur spritzwassergeschützt. Datenschützer dürften zudem sehr genau darauf achten, wo das Gerät seinen Datenschatz speichert. Sensible Gesundheitsdaten, wie sie von dem Gerät gemessen werden, will nicht jeder in der Cloud deponieren.

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