Mo, 11. Dezember 2017

In US-Kleinstadt

04.06.2014 14:00

Stromausfall durch bruchgelandeten Google-Ballon

Im US-Bundesstaat Washington hat sich ein Google-Ballon bei einer missglückten Landung in Stromleitungen verheddert und einigen Haushalten so einen Stromausfall beschert. Der Schaden konnte binnen weniger Stunden behoben werden, der Grund für die Bruchlandung ist allerdings mysteriös. Ein Hobby-Aeronautiker will beobachtet haben, dass der Google-Ballon vor dem Stromausfall mit rund zehn Metern pro Sekunde der Erde entgegenraste.

Für einige Bewohner der Kleinstadt Harrah im Nordwesten der USA gingen am Freitag gegen ein Uhr nachts die Lichter aus. Der Grund: Wie sich später bei der Untersuchung des Energieversorgers herausstellen sollte, war ein Google-Ballon bei der Landung auf einem Feld in einer Stromleitung hängen geblieben.

"Wetterballon mit blinkenden Lichtern"
Der Techniker, der gerufen wurde, um den Stromausfall zu beheben, fand "etwas, das ein Wetterballon mit blinkenden Lichtern zu sein schien, gefangen in der Stromleitung", zitiert die Regionalzeitung "Yakima Herald Republic" Bob Gravely vom Stromversorger Pacific Power. Wie sich herausstellte, stammte der Ballon von Google.

Der Internetriese erprobt im Zuge seines "Project Loon" solarbetriebene Wetterballons, die künftig dafür eingesetzt werden sollen, entlegene Gebiete der Erde ans Internet anzubinden (siehe Infobox). Googles Plan sieht vor, mit einer größeren Menge solcher Ballons, die von den Stratosphärenwinden vorangetrieben werden, das Internet langfristig auch in die entlegensten Winkel der Erde zu bringen. Noch befindet sich das Projekt allerdings in der Testphase.

Google meldete Landung bei Luftfahrtbehörde an
Teil dieser Testphase dürfte auch die missglückte Landung in Harrah gewesen sein. Google selbst hat sich zu dem Vorfall zwar noch nicht geäußert. Der Zeitung zufolge hatte die örtliche Luftfahrtbehörde von Google jedoch vorab die Information erhalten, dass eine Ballonlandung geplant sei. Die Luftfahrtbehörde sollte dafür sorgen, dass sich keine anderen Fluggeräte in dem Gebiet befinden.

Wie genau der Zwischenfall vonstattenging, ist unklar. Ein Hobby-Aeronautiker, der die Bewegungen von Fluggeräten im Nordwesten der USA am heimischen PC verfolgt, berichtete gegenüber der Zeitung, der Google-Ballon sei zur fraglichen Zeit mit rund zehn Metern pro Sekunde auf die Erde zugerast, also regelrecht abgestürzt. Dagegen spricht, dass die "Loon"-Ballons laut Google eigentlich mit einem Fallschirm ausgestattet sein sollten, der Unglücke verhindert.

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