So, 19. November 2017

Ehrenamt

08.03.2014 10:35

So begeistern Sie als Trauzeuge das Brautpaar

Es ist ein großer Vertrauensbeweis, wenn man von einem Brautpaar gebeten wird, das Amt des Trauzeugen zu übernehmen. Viele Trauzeugen sind daher zunächst unsicher, was von ihnen erwartet wird. Welche Aufgaben mit dieser Ehre verbunden sind, erfahren Sie hier.

Für die standesamtliche Trauung müssen die Trauzeugen einige, allerdings recht einfache Voraussetzungen erfüllen: Sie müssen das 18. Lebensjahr vollendet haben, sich mittels Lichtbildausweis ausweisen können und die Sprache verstehen, in der die Trauung stattfindet (sonst muss ein Dolmetscher anwesend sein). In Österreich kann eine Trauung übrigens auch ohne Trauzeugen stattfinden, aber viele Paare halten an dieser schönen Tradition fest.

Was soll der Trauzeuge tun?
Wie intensiv sich der oder die Trauzeugen in die Hochzeitsvorbereitungen und den großen Tag einbringen sollen, bestimmt das Brautpaar. Manche Paare wollen wirklich nur den seelischen Beistand am Tag der Trauung, andere wünschen sich auch schon intensive Begleitung in den Vorbereitungen. Denn die Zeit der Vorbereitung ist eine sehr stressige für alle Beteiligten.

Die Trauzeugen haben die besondere Aufgabe, das Brautpaar so weit wie möglich - und wie gewünscht - freizuspielen und besonders am großen Tag Pannen und Missgeschicke zu verhindern bzw. schnell zu beheben. Üblicherweise kommt auch schon im Vorfeld dem Trauzeugen bzw. der Trauzeugin - speziell der Braut - besondere Bedeutung zu: Brautkleidauswahl, Beratung bei Dekoration und Gestaltung der Feier etc.

Klassischerweise wird natürlich auch der Polterabend - sofern gewünscht - von den Trauzeugen organisiert. Achtung: Dabei die persönlichen Wünsche der Brautleute im Vorfeld immer gut abklären. Überschreiten Sie als Trauzeuge nie die Schmerzgrenze der Braut bzw. des Bräutigams! Während manche eine am liebsten eine wilde Party in L.A., Istanbul oder London feiert - Stripperin inklusive - ist für andere ein gemütlicher Abend in einem netten Lokal ohne Peinlichkeiten am liebsten. Sie haben als Trauzeuge zudem die Aufgabe, einzugreifen, wenn der Abend aus dem Ruder läuft oder der Bräutigam/die Braut Gefahr läuft, die Kontrolle zu verlieren - sei es in puncto Flirten oder Alkohol.

Der Hochzeitstag
Die Trauzeugen sind am Hochzeitstag nach dem Brautpaar die wichtigsten Personen, denn sie bezeugen die Eheschließung. Üblicherweise stehen bzw. sitzen sie rechts und links vom Brautpaar, reichen die Eheringe (Trauzeuge des Mannes) und halten den Blumenstrauß (Trauzeuge der Braut). Nach der Zeremonie unterschreiben die Trauzeugen im Ehebuch und auf der Heiratsurkunde.

Bei einer kirchlichen Zeremonie ist es auch üblich, dass die Trauzeugen Fürbitten lesen oder die Geschichte zur Hochzeitskerze vortragen.

Bei der anschließenden Hochzeitstafel halten die Trauzeugen üblicherweise gemeinsam eine Rede, die durchaus romantisch, witzig und sehr persönlich sein kann. Aber Achtung: Keine zu intimen Erlebnisse in der großen Runde preisgeben und eine Länge von fünf Minuten nicht überschreiten. Besonders schön ist es auch, wenn die Trauzeugen bei der Feier aktiv durch das Programm führen und um Mitternacht den offiziellen Teil der Feier mit dem "Kranzl abtanzen" beenden: Dabei wird die Braut zur Ehefrau, indem ihr der Schleier abgenommen wird.

Spiele, Erinnerungen und Co.
Für das Programm während der Feier gibt es allerlei Spiele, die von den Trauzeugen organisiert werden können. Einerseits den Klassiker, dass die Trauzeugen das traditionelle Brautstrauß- bzw. Strumpfbandwerfen moderieren, andererseits werden gerne auch Geldsammel-Spiele je nach Wunsch ins Programm aufgenommen. Auch Spiele, bei denen das Paar unter Beweis stellen muss, wie gut es einander kennt, sind eine witzige Auflockerung - die Trauzeugen sind hier als Moderatoren am besten geeignet, da sie das Paar ja sehr gut kennen. Klären Sie aber auch hier vorher ab, was gewünscht ist: beispielsweise wird eine Brautentführung nicht von allen Paaren für gut befunden, weil sie dann viel von der eigenen Feier verpassen.

Ebenfalls sollte - sofern kein Fotograf mehr anwesend ist - das Trauzeugenpaar ein wenig die Dokumentation des Abends übernehmen: ein Gästebuch und Fotos (eventuell mit Polaroid-Kamera) sind gute Möglichkeiten, wie man sich an den Abend noch lange erinnern kann. Schon vor der Hochzeit können die Trauzeugen eine Hochzeitszeitung erstellen, damit alle Gäste eine nette Erinnerung mit nach Hause nehmen können.

Lebensbegleiter
Und schlussendlich haben die Trauzeugen auch während der Ehe eine besondere Aufgabe: In schwierigen Zeiten sollten sie zwischen den Eheleuten vermitteln und ihnen dabei helfen, Schwierigkeiten zu bewältigen.

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