So, 22. Oktober 2017

Semesterschluss

17.01.2014 16:59

Wie Sie Ihrem Kind durch die Prüfungszeit helfen

Die letzten Wochen des Semesters sind meist noch sehr stressig für Schüler: Die letzten Prüfungen und Schularbeiten müssen geschrieben werden und diese haben noch Auswirkungen auf die Schulnachrichten. Dabei kann Ihr Kind Unterstützung meist gut brauchen.

Lernplan erstellen
Die Termine für die Leistungsüberprüfungen sollten schon lange bekannt sein. Eine Woche vor dem Prüfungstermin bekommt Ihr Kind in der Regel dann den Prüfungsstoff mitgeteilt. Das Semesterende bringt leider meist eine besondere Prüfungsdichte. Speziell jüngere Kinder brauchen in dieser Zeit noch Hilfe beim Einteilen des Lernstoffs und gleichzeitig beim Entspannen. Denken Sie daran, welchem Stress Ihr Kind gerade ausgesetzt ist, bevor Sie es wegen mancher Verhaltensweisen kritisieren.

Gehen Sie gemeinsam durch, welche Themen schon gut sitzen und welche Themen noch gefestigt werden müssen. Planen Sie gemeinsam Freizeit, Aufgabenzeit und Lernzeit ein. Wenn mehrere Prüfungen innerhalb kurzer Zeit anstehen, sollte zwischen den Lerneinheiten jeweils eine halbe Stunde Zeit liegen. Die Informationen würden einander sonst überlagern und Ihr Kind lernt nicht mehr effektiv. Das gilt besonders für sehr ähnliche Stoffgebiete wie etwa Englisch und Französisch oder Physik und Chemie.

Wiederholen, wiederholen, wiederholen
Ihr Kind sollte nicht unter Zeitdruck geraten. So kann es sich sein Wissen stressfrei und nachhaltig aneignen. Das funktioniert am besten, wenn viel Zeit zum Wiederholen eingeplant ist. Denn je öfter es die Informationen durchgehen kann, desto mehr festigen sich die Gedächtnisinhalte und werden leichter abrufbar. Unterstützen Sie Ihr Kind auch dabei, herauszufinden, welcher Lerntyp es ist. Lernt es durch erneutes Niederschreiben? Durch mündliches Wiederholen? Muss es sich beim Lernen bewegen, die Dinge "begreifen"? Oder lernt es, indem es den Stoff noch einmal hört?

Nehmen Sie sich auch Zeit, Ihr Kind abzufragen, zumindest stichwortartig, bzw. mit ihm Übungen durchzugehen. Allein die Frage "Kannst du eh alles?" bringt nichts, sie setzt Ihr Kind höchstens unter Druck bzw. erlaubt die einfach Antwort "Ja"– obwohl dem gar nicht so sein muss. Vielleicht hat Ihr Kind auch wirklich den Eindruck, alles zu können – erkennt aber dann bei euren Wiederholungen, dass dem nicht so ist. Doch besser dann, als das Blackout taucht erst bei der Prüfung auf. Während der Vorbereitung ist alles halb so schlimm. Erkennen Sie, dass Ihr Kind lernfaul ist oder sich die Inhalte nicht merkt, sollten Sie in jedem Fall mit ihm gemeinsam den Stoff durchgehen. Vielleicht hat es ja einfach noch nicht die richtige Art des Lernens entdeckt, vielleicht braucht Ihr Kind einfach nur andere Erklärungen. Jedenfalls ist es wichtig, nicht zu verzagen, nicht zu schimpfen, sondern zu ermutigen.

Wie gemeinsam lernen?
Manchmal ist es so, dass Sie Ihrem Kind helfen wollen, es aber nur nervös machen oder einfach zu ungeduldig sind. Akzeptieren Sie das und lassen Sie ihm von jemand anderem helfen: Vielleicht von Ihrem Partner, Freunden, älteren Geschwistern, Großeltern oder wenn nichts anderes hilft, einer professionellen Nachhilfe. Achten Sie darauf, ruhig zu bleiben und Ihrem Kind Mut zu machen. Loben Sie es, wenn es gelernt hat, würdigen Sie seine Fortschritte.

Am Tag der Prüfung hilft es, wenn Sie ihm Glück wünschen und ihm gleichzeitig sagen, dass Sie es lieb haben, egal wie es läuft. So nehmen Sie den Druck von seinen Schultern. Bereiten Sie ihm ein kräftigendes, aber leichtes Frühstück, vielleicht mit Obst und Nüssen, und geben Sie ihm ausreichend zu trinken. So ist Ihr Kind fit. Sagen Sie ihm, dass es Sie jederzeit anrufen kann, wenn es will. Und sollte das Ergebnis nicht so ausfallen wie erhofft, trösten Sie es und machen Sie sich gemeinsam auf die Suche nach den Ursachen – damit es das nächste Mal besser läuft.

Wichtig ist außerdem, nicht den Anschluss zu verlieren. Denn das zweite Semester folgt nahtlos. Wenn Sie Defizite erkennen, sollten Sie diese mit Ihrem Kind gemeinsam laufend aufarbeiten – nach der wohlverdienten Pause der Semesterferien.

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